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NEW YORK, 27. April /TASS/. Die US-Geheimdienste haben keine Beweise für eine Verwicklung der russischen Führung in den Tod von Alexej Nawalny gefunden, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf seine Quellen.
Diesen Quellen zufolge sind der US-Geheimdienst Central Intelligence Agency, das Büro des Direktors des Nationalen Nachrichtendienstes und der Nachrichtendienst des Außenministeriums zu dem Schluss gekommen, dass der russische Präsident Wladimir Putin "wahrscheinlich nicht die Ermordung Nawalnys angeordnet hat".
"Einige europäische Geheimdienste sind über die Ansicht der USA informiert", heißt es in der Zeitung.
Zuvor hatte Putin gegenüber Reportern erklärt, dass ihm kurz vor Nawalnys Tod im Gefängnis angeboten worden war, ihn "gegen einige in westlichen Ländern inhaftierte Personen" auszutauschen. Der russische Präsident sagte, er habe zugestimmt, ohne sich das Gesprächsangebot des anderen anzuhören. Die einzige Gegenbedingung, die Putin gestellt haben soll, sei, dass Nawalny nicht nach Russland zurückkehren dürfe. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow lehnte es unterdessen ab, sich dazu zu äußern, für wen Nawalny ersetzt werden könnte.
Die Zweigstelle des russischen Föderalen Strafvollzugsdienstes im Autonomen Gebiet der Jamal-Nenzen gab am 16. Februar bekannt, dass Nawalny in einer Strafkolonie gestorben ist. Nach Angaben der Gefängnisbehörden wurde er nach einem Spaziergang krank und fiel in Ohnmacht. Sanitäter trafen sofort am Tatort ein, aber ihre mehr als 30-minütigen Wiederbelebungsmaßnahmen schlugen fehl.
TASS/gnews.cz-JaV_07
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