Deutschland wird nach Jahren des Rückgangs im Jahr 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren, so die jüngsten Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute. Experten warnen jedoch, dass die US-Handelspolitik weiterhin ein großes Risiko darstellt.

Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Prognose für das kommende Jahr nach oben korrigiert. Es schätzt, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2026 um 1,5 Prozent wachsen könnte, was fast einer Verdoppelung der früheren Schätzung von 0,8 Prozent entspricht. Auch für das Jahr 2025 hat das Institut seine Prognose leicht angehoben, von 0,2 auf 0,3 Prozent.

Die Ökonomen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) zeigen sich optimistisch und prognostizieren für das Jahr 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 Prozent gegenüber der bisherigen Schätzung von 1,5 Prozent. Auch ihre Prognose für das laufende Jahr wurde nach oben korrigiert, von Stagnation auf ein bescheidenes Wachstum von 0,3 Prozent.

Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) geht jedoch von einer langsameren Erholung aus und schätzt das BIP-Wachstum nach zwei Jahren der Schrumpfung auf 0,4 Prozent im Jahr 2025 und eine weitere Beschleunigung auf 1,1 Prozent im Jahr 2026. "Die Anzeichen für eine Erholung der deutschen Wirtschaft mehren sich". řekl Oliver Holtemoeller, Leiter der Abteilung Makroökonomie und Vizepräsident des IWH.

"Hlavní indikátory podporují náš názor, že po dvou letech kontrakce dosáhla průmyslová odvětví dna -- i když na nízké úrovni," sagt Stefan Kooths, Leiter der Prognoseabteilung am IfW Kiel.

Die deutsche Wirtschaft wird im Jahr 2023 um 0,3 Prozent und im Jahr 2024 um 0,2 Prozent schrumpfen. "Die Krise der deutschen Wirtschaft hat im Winterhalbjahr ihren Tiefpunkt erreicht. Einer der Gründe für das schnelle Wachstum sind die von der neuen Bundesregierung angekündigten fiskalischen Maßnahmen". řekl Timo WollmershaeuserStellvertretender Direktor des ifo Zentrums für Makroökonomie und Umfragen und Leiter der Abteilung Prognosen.

Laut Ifo werden die Anreize, einschließlich höherer öffentlicher Ausgaben, Steuererleichterungen und Investitionen, in diesem Jahr 10 Milliarden Euro (259,8 Milliarden CZK) und 2026 57 Milliarden Euro (1.482,7 Milliarden CZK) erreichen.

Diese optimistischeren Prognosen beruhen jedoch in erster Linie auf der Annahme, dass der laufende Handelskonflikt zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten positiv gelöst wird. Da der Streit nach wie vor ungelöst ist, betrachten Ökonomen die US-Handelspolitik weiterhin als eine wichtige Quelle der Unsicherheit. "Eine mögliche Eskalation der US-Handelskonflikte stellt ein erhebliches Risiko für die deutsche Wirtschaft dar." uvedl Holtemoeller.

Nach Angaben des ifo-Instituts würden die von der US-Regierung unter Präsident Donald Trump bereits eingeführten Zölle das deutsche BIP-Wachstum in diesem Jahr um 0,1 Prozentpunkte und im Jahr 2026 um 0,3 Prozentpunkte verringern. Eine Lösung könnte die Wachstumsaussichten verbessern, aber jede Eskalation könnte dazu führen, dass Deutschland in eine Rezession zurückfällt.

"Die handelspolitischen Risiken sind nach wie vor erheblich". řekl prezident IfW Kiel Moritz Schularick. "Die inkonsistente US-Zollpolitik erhöht weiterhin die Unsicherheit für den deutschen Außenhandel."

Xinhua/gnews.cz - cik