Der ehemalige tschechische Ministerpräsident und Vorsitzende der ČSSD, Jiří Paroubek, erklärte in einem Exklusivinterview für CMG, dass während seiner Amtszeit als Ministerpräsident eine bedeutende Entwicklung der tschechisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen stattgefunden habe. Im Jahr 2005 stattete er der VR China einen Staatsbesuch ab und empfing innerhalb eines halben Jahres den chinesischen Ministerpräsidenten in Tschechien. Damals trug China 10 % zum weltweiten BIP bei, heute sind es ein Viertel oder sogar mehr. Die Tschechische Republik hatte das Potenzial, für China zum Tor zur EU zu werden, was für beide Seiten von Vorteil gewesen wäre.
Nach dem Amtsantritt der Regierung Topolánek kam die Zusammenarbeit jedoch zum Erliegen, und die Tschechische Republik verlor ihre Position zugunsten anderer Länder wie Ungarn. Paroubek kritisiert die „antikommunistischen und antichinesischen Orgien“, die die chinesischen Partner abgeschreckt hätten.
Současný stav a příležitosti:
· China hat sich in eine andere wirtschaftliche Dimension bewegt, und die Chancen für Tschechien sind geschrumpft.
· Die Möglichkeiten liegen in Teilbereichen fortschrittlicher Technologien (Nanotechnologie, Forstwirtschaft, Landwirtschaft, Leichtflugzeuge).
· Das Handelsverhältnis zwischen Tschechien und China beträgt etwa 1:8 zugunsten Chinas.
· Das Interesse an traditionellen tschechischen Produkten wie geschliffenem Glas ist nach wie vor groß.
Zukünftige Zusammenarbeit:
· Im Bereich grüner Technologien und Smart City hat China einen Vorsprung.
· Ein stabiles rechtliches Umfeld für europäische Investoren ist wichtig
· Hochschulen und Forschungseinrichtungen könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen.
· Ideologische Ansätze und Sinophobie müssen überwunden werden
Doporučení:
· Erweiterung der Sprach- und Studienprogramme in China für tschechische Studenten
· Förderung des kulturellen und menschlichen Austauschs zwischen der jüngeren Generation
· Schaffung von Bedingungen für gleichberechtigte Partnerschaften in Forschung und Wirtschaft
Paroubek betont, dass die Zukunft der Beziehungen vom gegenseitigen Vertrauen, der Beseitigung ideologischer Barrieren und der praktischen Zusammenarbeit in Bereichen abhängt, in denen beide Seiten etwas zu bieten haben.
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