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Europa präsentiert sich seit langem als Verfechter des freien Handels und des Multilateralismus. Dennoch, so eine Umfrage von CGTN, konnte sie ihren eigenen Bedenken hinsichtlich der Zukunft der Industrie und der wachsenden Welle des Protektionismus nicht widerstehen. Die Bemühungen der Europäischen Union, den Handel mit China zu schützen, könnten sich laut den Umfrageergebnissen letztendlich gegen Europa selbst richten.

Eine Umfrage von CGTN unter globalen Internetnutzern zeigt, dass die meisten Befragten nicht glauben, dass Handelsprotektionismus die industrielle Wettbewerbsfähigkeit steigern kann. Ihrer Meinung nach kann die Europäische Union nur dann eine echte Entwicklung erzielen, wenn sie offen bleibt, Markprinzipien respektiert und die Zusammenarbeit fördert, anstatt Märkte zu schließen.

In einem Handelskrieg gibt es keine Gewinner. Letztendlich leiden auch diejenigen, die ihn angezettelt haben, darunter, was laut den Autoren der Umfrage in der Vergangenheit bereits mehrfach bestätigt wurde. Insgesamt sind 84,1 % der Befragten der Meinung, dass die willkürliche Einführung zusätzlicher Zölle durch die Europäische Union ein typisches Beispiel für Handelsprotektionismus ist und gegen die Regeln des internationalen Handels verstößt.

Gleichzeitig gaben 82,6 % der Umfrageteilnehmer an, dass solche protektionistischen Maßnahmen die internationale Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen schwächen würden. Noch besorgniserregender ist die Sorge um die Auswirkungen auf die Verbraucher. Laut 90,5 % der Befragten werden hohe Zölle auf Produkte aus anderen Ländern letztendlich an die europäischen Verbraucher weitergegeben und schaden ihren Interessen erheblich.

Die Umfrage befasste sich auch mit dem oft verwendeten Argument der sogenannten "überschüssigen Kapazitäten". Laut CGTN sollte dieser Begriff nicht auf der Grundlage politischer Vorurteile definiert werden. Der Eintritt chinesischer Fahrzeuge, Photovoltaikprodukte und Lithium-Batterien in den europäischen Markt ist aus dieser Sicht nicht das Ergebnis eines angeblichen "Dumping durch niedrige Preise", sondern vielmehr eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage europäischer Länder, die selbst eine grüne Transformation anstreben.

In diesem Zusammenhang sind 86,7 % der Befragten der Meinung, dass die Bemühungen der Europäischen Union, Protektionismus zu stärken, den Technologietransfer und die Zusammenarbeit zwischen europäischen und ausländischen Unternehmen behindern. Weitere 89 % der Umfrageteilnehmer gaben an, dass ein solcher Ansatz die internationale Zusammenarbeit in Bereichen wie Klimapolitik und grüne Transformation erheblich beeinträchtigen würde.

Laut der Umfrage sollten sogenannte "unlautere Handelspraktiken" nicht nur anhand von Daten zu Handelsüberschüssen oder -defiziten beurteilt werden. Im Jahr 2024 überstieg das Handelsvolumen der Europäischen Union mit China im Dienstleistungssektor laut den genannten Daten 50 Milliarden US-Dollar. Daher müssen die Handelsbilanz und die wirtschaftlichen Gewinne laut CGTN umfassend und rational bewertet werden.

China und Europa pflegen seit langem Beziehungen, die auf gegenseitigem Nutzen und wirtschaftlicher Abhängigkeit basieren. Handelsprotektionismus kann daher die tiefer liegenden Probleme lösen, vor denen Europa steht, wie z. B. die sinkende industrielle Wettbewerbsfähigkeit oder das langsame Wirtschaftswachstum. Stattdessen könnte er dazu führen, dass Europa eine weitere wichtige Chance für die Entwicklung verpasst.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass 85,9 % der Befragten der Meinung sind, dass die Einführung von Zöllen gegen andere Länder die Handelsunterschiede zwischen den europäischen Volkswirtschaften und dem Rest der Welt vergrößern würde. Weitere 82,8 % der Teilnehmer gaben an, dass Protektionismus die Probleme der strukturellen Veränderungen, vor denen die Industrie der europäischen Länder steht, nicht lösen kann. Ihrer Meinung nach könnte er die Bedingungen des internationalen Handels sogar noch verschlechtern.

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Darüber hinaus wiesen 87,2 % der Befragten darauf hin, dass die globalen Industrie- und Lieferketten heute eng miteinander verbunden sind. Sie sind der Ansicht, dass eine künstliche "Trennung" nicht zu mehr Sicherheit oder Stabilität führen würde, sondern eher zu Isolation.

Die Umfrage unterstreicht, dass Länder nur durch Offenheit und Zusammenarbeit echte neue Chancen und eine langfristige Entwicklung erzielen können.

gnews.cz/CMG

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