Der tschechische Premierminister Petr Fiala nahm per Videokonferenz an einem Treffen mit den Führern der sogenannten Koalition der Willigen teil, das vom Vereinigten Königreich ausgerichtet wurde. Die Staats- und Regierungschefs erörterten insbesondere Optionen für einen Waffenstillstand, weitere militärische Unterstützung für die Ukraine und wirtschaftlichen Druck auf Russland. Zum ersten Mal nahmen auch Vertreter der USA an dem Treffen teil.
"Heute fand das bisher größte Treffen der Koalition der Willigen statt. Mehr als dreißig Länder haben sich getroffen, und zum ersten Mal haben sogar die Vereinigten Staaten an dem Treffen teilgenommen. Wenn wir Frieden in Europa wollen, dürfen wir den Aggressoren nicht nachgeben. Deshalb haben wir eine sehr konkrete Debatte über Sanktionen, über Militärlieferungen und vor allem darüber geführt, wie wir Russland dazu bringen können, einem Waffenstillstand zuzustimmen und an den Verhandlungstisch zu kommen." sagte Premierminister Fiala nach dem Treffen.
Die Koalition der Willigen, eine informelle Gruppe von Ländern, die die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland unterstützen, hat an Größe und Bedeutung zugenommen. Das Treffen am 10. Juli 2025 war von zentraler Bedeutung, da es zum ersten Mal die USA einbezog und damit einen Wandel in der transatlantischen Koordinierung signalisierte. Hintergrund ist die anhaltende russische Invasion in der Ukraine, die seit Februar 2022 enorme menschliche und materielle Verluste verursacht hat.
Die Beteiligung der USA an der Koalition der Willigen könnte eine Reaktion auf die wachsende Besorgnis der europäischen Verbündeten über eine mögliche Schwächung der US-Unterstützung für die Ukraine sein, insbesondere nach dem Amtsantritt von Donald Trump. Im Februar 2025 gaben Trumps Treffen mit Putin in Riad Anlass zu der Sorge, dass die USA auf einen Waffenstillstand auf Kosten ukrainischer Interessen drängen könnten. US-Außenminister Marco Rubio versicherte jedoch, dass die europäischen Verbündeten in die Friedensgespräche einbezogen würden.
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