BRATISLAVA/KYEV - Erneut fließt kein Öl durch die Druschba-Pipeline in die Slowakei und nach Ungarn. Der Ausfall nach ukrainischen Angriffen auf die Pipeline werde voraussichtlich mindestens fünf Tage dauern, erklärten die Außenminister der Slowakei und Ungarns in einem gemeinsamen Schreiben an die Europäische Kommission (EK), in dem sie sich über Angriffe ukrainischer Streitkräfte auf die Pipeline beklagten. Das Schreiben, das an die EU-Diplomatiechefin Kaja Kallas und den EU-Energiekommissar Dan Jörgensen gerichtet ist, wurde der ČTK vom slowakischen Außenministerium zur Verfügung gestellt.

Ukrainische Drohnen haben zuletzt erneut die Druschba-Ölpipeline in der Region Brjansk im Westen Russlands angegriffen und dabei die Pumpstation Unecha getroffen, berichteten Medien unter Berufung auf den Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert Brovdi. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine russische Militärinvasion.

Der slowakische Öltransporteur Transpetrol erklärte heute gegenüber CTK, dass die Öllieferungen in die Slowakei am Donnerstagabend unterbrochen wurden. Auch der ungarische Außenminister Péter Szijjártó meldete heute Morgen auf Facebook, dass die Öllieferungen nach Ungarn über die Druschba-Pipeline erneut unterbrochen wurden. Laut CTK machen die Lieferungen über die Druschba-Pipeline mehr als die Hälfte des slowakischen Verbrauchs an diesem Rohstoff aus.

CTK/ceskenoviny.cz/gnews.cz-jav