Eine schnelle Übersicht der wichtigsten Ereignisse des Tages:

  • McKesson kauft Precision Medicine für 2,25 Milliarden Dollar

  • Ursa Major strebt einen Börsengang an und wird mit 2,3 Milliarden bewertet

  • Nayax übernimmt IPS Group für 350 Millionen Dollar

  • Emerald AI erhält 150 Millionen Dollar

  • Valley National kauft Providence für 247 Millionen Dollar

  • Accenture übernimmt den niederländischen Spezialisten McCoy

  • Das Verbrauchervertrauen in den USA ist auf ein Sieben-Monats-Tief gefallen

  • Der Ölpreis ist gesunken aufgrund von Hoffnungen im Hinblick auf die Straße von Hormus

Ausländische Investitionen

Der amerikanische Arzneimittelvertrieb McKesson hat die Übernahme der Firma Precision Medicine Group für rund 2,25 Milliarden Dollar bekannt gegeben. Laut Reuters kauft das Unternehmen von der Investmentgruppe Blackstone und anderen Aktionären. Precision Medicine bietet klinische Forschung, Laboranalysen und Dienstleistungen bei der Markteinführung neuer Medikamente an. McKesson stärkt damit seine schnell wachsenden Aktivitäten in der Onkologie und im spezialisierten Gesundheitswesen und erweitert sein Geschäft direkt in die Arzneimittelentwicklung.

Ein bedeutender Kapitaltransfer kommt auch aus der amerikanischen Verteidigungsindustrie. Der Hersteller von Raketentriebwerken und Hypersystemen Ursa Major Technologies wird durch eine Fusion mit der Firma Bleichroeder Acquisition Corp. III an die Börse gehen. Der Wert des neuen Unternehmens wird nach dem Abschluss auf etwa 2,3 Milliarden Dollar geschätzt. Im Paket sind mindestens 350 Millionen Dollar frisches Kapital, das von der Investmentgruppe Inflection Point bereitgestellt werden. Das Geld soll zur Erweiterung der Produktion von Raketentriebwerken, Hyperschubsystemen und dem HAVOC-System verwendet werden.

Im Bereich der Zahlungstechnologien gab das israelische Unternehmen Nayax die größte Akquisition in seiner Geschichte bekannt. Von Windjammer Capital Investors wird die amerikanische Firma IPS Group für 350 Millionen Dollar in bar übernommen. IPS betreibt Technologien für intelligentes Parken an mehr als 250.000 Parkplätzen. Durch die Akquisition will Nayax seine eigene bargeldlose Zahlungsinfrastruktur mit Parkautomaten, Software und Systemen für das Management der städtischen Mobilität verbinden.

Auch in die Infrastruktur von künstlicher Intelligenz fließt Kapital. Das amerikanische Unternehmen Emerald AI hat 150 Millionen Dollar in einer Investitionsrunde erhalten, die von den Fonds Energize Capital und DCVC angeführt wurde. Das Unternehmen wurde mit einem Wert von 1,05 Milliarden Dollar bewertet. Seine Technologie ermöglicht es Rechenzentren, ihren Stromverbrauch je nach Auslastung des Stromnetzes flexibel anzupassen, was ein Hauptproblem der schnellen Entwicklung von KI – den Mangel an verfügbarer elektrischer Leistung – reduzieren kann.

Die regionale Bankenkonzentration setzt sich in den Vereinigten Staaten fort. Valley National Bancorp wird Providence Financial Corporation für rund 247 Millionen Dollar in bar und Aktien übernehmen. Providence betreibt vierzehn Filialen im Großraum Chicago und verwaltet Vermögenswerte von 1,6 Milliarden Dollar. Valley erhält damit direkten Zugang zu Privatkunden und günstigeren Einlagen auf einem der größten städtischen Märkte der USA.

Die Beratungsfirma Accenture hat außerdem eine Vereinbarung zur Übernahme des niederländischen Unternehmens McCoy, einem Spezialisten für SAP-Systeme, bekannt gegeben. Der Preis wurde nicht veröffentlicht. McCoy wird Teil der Accenture Edge Division, die sich auf mittelständische Unternehmen konzentriert, und soll das Angebot an Automatisierung, ERP-Systemen und KI-basierten Lösungen erweitern.

Wichtige Ereignisse mit globaler Auswirkung

Es gibt schwache Signale aus der US-amerikanischen Wirtschaft. Der Konsumentenvertrauensindex des Conference Board fiel im August auf 89,4 Punkte, den niedrigsten Wert seit Januar. Laut einer Umfrage sind die Amerikaner pessimistischer in Bezug auf den Arbeitsmarkt und erwarten, dass die Inflation in den nächsten zwölf Monaten 5,8 Prozent erreichen wird.

Die Schwäche ist auch auf dem Wohnungsmarkt erkennbar. Das US Census Bureau gab bekannt, dass der Verkauf von neuen Einfamilienhäusern im Juli gegenüber dem Vormonat um 10,5 Prozent auf annualisierte 607.000 Einheiten sank, den niedrigsten Wert seit Januar. Hohe Hypothekenzinsen schränken die Erschwinglichkeit von Wohnraum weiterhin ein.

Für die Weltmärkte war der Rückgang der Ölpreise hingegen eine positive Entwicklung. Am Mittwoch notierte Brent laut Reuters bei 86 Dollar pro Barrel, was einem Rückgang von mehr als zwei Prozent entspricht, dank wiederaufgenommenen Verhandlungen zwischen Iran und Oman über den Betrieb in der Straße Hormus. Gleichzeitig wies der Internationale Währungsfonds darauf hin, dass die Weltwirtschaft den Energieschock bisher besser bewältigt hat als erwartet, hohe Staatsverschuldungen und anhaltende Inflation bleiben jedoch ein erhebliches Risiko.

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