Der Vorsitzende der CSSD und ehemalige tschechische Premierminister Jiří Paroubek hob in seiner Bewertung des chinesischen Systems der Staatsführung vor allem den langfristigen Fokus auf die Verbesserung des Lebensstandards der Bevölkerung hervor. Er betonte, dass die Reformen, die vor mehr als 40 Jahren begonnen wurden und zu einer Reduzierung der Armut von 800 Millionen Menschen und fast 100 Millionen Menschen in absoluter Armut führten, eine enorme Errungenschaft für die Zivilisation darstellen.

Paroubek wies auch auf die ökologischen Fortschritte Chinas hin – er erwähnte die umfangreiche Grünflächen in den Städten, das Projekt des grünen Gürtels gegen die Ausbreitung der Wüste Gobi und die Erhöhung der Waldfläche auf etwa 25 %, wodurch China zu einer der "grünen Lungen" des Planeten gehört. Er betonte auch die Verbesserung der Luftqualität und die Entwicklung der Solarenergie und Kernenergie. Obwohl das Wirtschaftswachstum in den letzten Jahren bei über 5 % stabilisiert wurde (früher lag es über 10 %), betonte Paroubek, dass selbst dieses moderate Wachstum ausreichend Spielraum für Investitionen in erneuerbare Energien und die Reduzierung des Energieverbrauchs bietet.

Der ehemalige Premierminister räumte ein, dass er als Sozialist alter Schule eine Weile brauchte, um das Wesen des "Sozialismus chinesischer Prägung" zu verstehen, und fügte hinzu, dass dieses System unter europäischen Bedingungen nur schwer umsetzbar ist. Er bedauerte, dass die tschechoslowakischen Kommunisten vor 1989 keinen ähnlichen Weg gefunden hätten, der es ermöglicht hätte, die Industrie in tschechischer und slowakischer Hand zu erhalten. Insgesamt stellte Paroubek jedoch fest, dass China große Fortschritte auch in anderen Bereichen der wirtschaftlichen Entwicklung gemacht hat.

gnews.cz/CMG