Die ehemalige deutsche Außenministerin Annalena Baerbock ist zur neuen Präsidentin der UN-Generalversammlung auf ihrer 80. Sitzung gewählt worden, berichtet die deutsche Nachrichtenagentur DPA.

Die 44-jährige Grünen-Politikerin erhielt 167 der 193 Stimmen der UN-Mitgliedsstaaten und damit eine klare Mehrheit. Baerbock hatte keinen Gegenkandidaten und ihre Bestätigung im Amt wurde daher lange erwartet, auch wenn das Wahlverfahren von Komplikationen begleitet war.

Wie die spanische Nachrichtenseite DW Español berichtet, hat Russland die geheime Abstimmung aus Sorge um Baerbock durchgesetzt "Parteilichkeit wegen ihrer entschiedenen Haltung gegenüber Moskau".. Dieser Schritt wurde als Reaktion auf ihre frühere Kritik an der russischen Politik, insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine, gesehen. Trotzdem hat Baerbock überzeugende Unterstützung erhalten, was ihre starke Position zeigt.

Annalena Baerbock, die von 2021 bis 2025 als deutsche Außenministerin tätig war, ist bekannt für ihren Einsatz für Multilateralismus, die Achtung des Völkerrechts und den Schutz der Menschenrechte. Ihre Wahl erfolgt zu einer Zeit, in der die Vereinten Nationen mit einer Reihe von globalen Herausforderungen konfrontiert sind, darunter anhaltende Konflikte, die Klimakrise, humanitäre Probleme und die Notwendigkeit, ihre Strukturen zu reformieren, um besser auf die aktuellen globalen Bedingungen reagieren zu können.

Německý politik Jakub Kulhanek im sozialen Netzwerk X lobte ihre Rede bei der Wahl: "Herzlichen Glückwunsch, Annalena Baerbock, zu Ihrer Wahl zur Präsidentin der 80. Sitzung der UN-Generalversammlung. Ihr leidenschaftlicher Aufruf zu Einigkeit und effektivem Multilateralismus hat genau den richtigen Ton getroffen". Diese Worte spiegeln die Erwartung wider, dass Baerbock in ihrer neuen Funktion eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den Staaten fördern und Lösungen für globale Probleme suchen wird.

Baerbock wird im September 2025 ihr Amt antreten und damit die erste deutsche Frau an der Spitze der UN-Generalversammlung sein. Ihre Präsidentschaft wird sich voraussichtlich auf die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, die Bewältigung des Klimawandels und die Unterstützung der Ukraine in ihrem anhaltenden Konflikt mit Russland konzentrieren, der nach wie vor eines der Hauptthemen der internationalen Politik ist. Es wird erwartet, dass sie sich auch für eine Reform der Vereinten Nationen einsetzen wird, damit die Organisation wirksamer auf die aktuellen globalen Krisen reagieren kann.

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