Singapur, 1. Juni - Die südostasiatischen Länder haben auf dem Sicherheitsforum des Shangri-La-Dialogs eine klare Botschaft ausgesandt: Sie wollen nicht in eine Rivalität zwischen den Vereinigten Staaten und China hineingezogen werden. In ihren Reden lehnten der malaysische Premierminister Anwar Ibrahim und der singapurische Verteidigungsminister Chan Chun Sing eine "Seitenwahl" ab und betonten, dass die Region Prinzipien und keine Blockkonfrontation brauche.

Ihre Erklärung erfolgte, nachdem der US-Verteidigungsminister Pete Hegseth forderte die Staaten des asiatisch-pazifischen Raums auf, ihre Militärausgaben wegen der angeblichen Bedrohung durch China auf bis zu 5 % des BIP zu erhöhen. Die Antwort kam prompt - nicht nur von der ASEAN, sondern auch von Peking.

Das chinesische Außenministerium erklärte, Hegseth verbreite eine "Mentalität des Kalten Krieges", verbreite Desinformationen und versuche, die Region zu spalten. Chinesische Experten bezeichneten die USA als Indo-pazifische Strategie als ein Instrument der Hegemonie, das künstlich Blockaden schafft, Spannungen erzeugt und die Stabilität untergräbt.

Stattdessen drängt Peking auf die sogenannte. Asiatisches Sicherheitsmodelldie auf Zusammenarbeit, Dialog und gemeinsamem Wohlstand beruht. Nach Ansicht der chinesischen Delegierten und Experten findet dies bei den Ländern der Region mehr Anklang als die Forderungen der USA nach einer Militarisierung.

CMG