Die nächste Veranstaltung der Reihe "Ideenfrühstücke" zum Thema Förderung von Investitionen in Städten und Gemeinden konzentrierte sich diesmal auf das Thema bezahlbarer Mietwohnungen und ein geplantes staatliches Förderprogramm. Die Veranstaltung, die von CEEC Research im Architekturbüro und Stadtplanungszentrum in Prag organisiert wurde, zog Experten aus verschiedenen Bereichen an – von Vertretern der Kommunen über Ökonomen und Architekten bis hin zu Projektentwicklern und Technologieanbietern.

Michal Vacek, Geschäftsführer von CEEC Research, bezeichnete bezahlbares Wohnen als eines der aktuellsten Themen, was auch durch das Interesse der Fachöffentlichkeit und die qualitativ hochwertige Diskussion bei der Veranstaltung bestätigt wurde. "Dieses Treffen brachte eine hohe Beteiligung von Vertretern der Städte, Investoren und Lieferanten, aber vor allem eine qualifizierte Diskussion über die Möglichkeiten, bezahlbares Wohnen zu gewährleisten," sagte Vacek.

Daniel Ryšávka, Geschäftsführer des staatlichen Investitionsfonds, erläuterte die wichtigsten Parameter des neuen Programms, das sich auf den Bau von bezahlbaren Wohnungen konzentriert. Dieses Programm soll die Finanzierung sowohl von Neubauten als auch von Sanierungen und dem Erwerb von Wohneinheiten ermöglichen. Ryšávka betonte, dass der Staat die Zusammenarbeit mit Projektentwicklern und Investoren plant.

Dušan Kunovský, Vorstandsvorsitzender von Central Group, wies darauf hin, dass der Bau neuer Wohnungen für die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum entscheidend ist. "In der Tschechischen Republik müssen jährlich 25.000 Mietwohnungen gebaut werden. Um dies zu erreichen, benötigen wir eine funktionierende Gesetzgebung, die die Bauprozesse nicht verlangsamt, und effiziente Finanzierungsinstrumente," sagte Kunovský, der eng mit dem Ministerium für regionale Entwicklung und dem staatlichen Investitionsfonds an der Entwicklung konkreter Programme zusammenarbeitet.

Dušan Kunovský, Vorstandsvorsitzender von Central Group

Der Abgeordnete Milan Wenzl aus dem Unterausschuss für Wohnungspolitik und Bauwesen steht Förderprogrammen skeptisch gegenüber. Er bevorzugt stattdessen Genossenschaftswohnungen, die sich auch im Ausland bewährt haben. "Als ehemaliger Bürgermeister eines Stadtteils habe ich viel Erfahrung und glaube nicht, dass die derzeitigen Förderprogramme die gewünschten Ergebnisse bringen werden. Stattdessen sollten wir das System der Genossenschaftsbauweise wiederbeleben," sagte Wenzl.

Einige Gemeinden prüfen bereits Möglichkeiten, das neue Programm zu nutzen. So plant beispielsweise Prag 8 in Zusammenarbeit mit einem Investor den Bau eines Mehrfunktionsgebäudes mit Wohnungen, bei denen die Preise 10 % unter dem Marktwert liegen. Dieses Projekt umfasst auch den Bau einer Feuerwache, eines Multifunktionsspielplatzes und anderer Räumlichkeiten für öffentliche Zwecke.

Der Ökonom Štěpán Křeček von BH Securities lobte die Initiative von Prag 8, wies aber darauf hin, dass das Programm mit einem Volumen von 7 Milliarden Kronen das Wohnungsproblem nicht vollständig lösen wird. "Es ist zwar ein positiver Schritt, aber für eine echte Lösung müssen wir die Flächenplanung ändern und die Baugenehmigungsverfahren beschleunigen", sagte Křeček.

Im Laufe der Diskussion wurde mehrfach der Meinung Ausdruck gegeben, dass der Staat, während er Hunderte von Milliarden in die Verkehrsinfrastruktur investiert, die gleiche Aufmerksamkeit auch dem Thema bezahlbares Wohnen widmen sollte. Beispielsweise könnten bessere Verbindungen durch Hochgeschwindigkeitszüge die Wohnungssituation in Prag und anderen Großstädten entlasten.

Architekt Jan Holna und Dušan Kunovský waren sich einig, dass hochwertiges Design nicht für die Standardisierung geopfert werden muss. Standardisierte Gebäude können sowohl ästhetisch ansprechend als auch kosteneffizient sein. Laut Kamil Jeřábek von Wienerberger liegt der Weg zu einer schnelleren Bauweise in der Standardisierung, was zu einer Kostenreduzierung von bis zu 50 % führen kann.

David Šiller von Wood System wies auf das Potenzial von Holzbauprojekten hin, die jedoch mit gesetzlichen Einschränkungen zu kämpfen haben. Die ersten Projekte für Mietwohnungen aus Holz entstehen bereits, beispielsweise in Žďár nad Sázavou, wo ein Gebäude mit 12 Wohnungen errichtet wird.

Trotz unterschiedlicher Meinungen zum besten Modell für den Bau von bezahlbarem Wohnraum waren sich die Teilnehmer einig, dass auch andere Wege als Subventionen gefunden werden müssen.

(von) CEEC Research / gnews.cz_07