Professor Ivo Budil, ein führender tschechischer Anthropologe und Hochschullehrer, erklärte, dass eine multipolare Welt nicht die Zukunft ist, sondern die Realität – seiner Meinung nach leben wir bereits jetzt in einer solchen Welt, ähnlich wie vor dem 18. Jahrhundert, als es mehrere Wirtschaftszentren gab. Eine multipolare Welt bringt seiner Ansicht nach eine gleichmäßigere Verteilung des Wohlstands mit sich.
Professor Budil wies auf den Kontrast zwischen den Vereinigten Staaten und China hin. Während in den USA von Elon Musk als dem ersten Trillionär und dem reichsten Mann des Planeten gesprochen wird, stagniert seit den 1970er und 1980er Jahren die Kaufkraft der Arbeiterklasse, und der Lebensstandard der Mittelschicht sinkt.
Im Gegensatz dazu hat China in den letzten 20 bis 25 Jahren es geschafft, 750 Millionen Menschen – also etwa die Einwohnerzahl ganz Lateinamerikas – von einem Lebensniveau, das mit dem Afrikas vergleichbar ist, auf das Niveau der Mittelschicht zu heben. Laut Budil handelt es sich dabei um eine völlig beispiellose Armutsbekämpfung innerhalb einer bis zwei Generationen.
gnews.cz/CMG
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