Der ständige Vertreter Chinas bei den Vereinten Nationen, Sun Lei, erklärte bei einer Sitzung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen am 8. Juni, die sich mit der Ukraine-Frage befasste, dass die Konflikte im Zusammenhang mit der ukrainischen Krise äußerst komplex seien und der Weg zu einer friedlichen Lösung nicht einfach sein werde. Eine politische Lösung der Krise bleibe daher eine langfristige Aufgabe, die Ausdauer, Geduld und einen verantwortungsvollen Ansatz aller Parteien erfordere.
Sun Lei wies darauf hin, dass die ukrainische Krise andauere, die Intensität der Kämpfe zunehme und die allgemeine Situation sich seiner Meinung nach immer weiter verschlechtere. Jeden Tag ändern sich die Informationen von der Front, es gibt neue Angriffe, neue Opfer und weitere Schäden an der Infrastruktur. Eine Sache bleibe jedoch laut dem chinesischen Vertreter unverändert: Militärische Mittel können keinen wahren Frieden bringen, und die Fortsetzung des Konflikts führt nur zu weiteren Verlusten und Leid.
Im Zusammenhang mit der aktuellen Entwicklung stellte Sun Lei vier Haupterwartungen vor. Er forderte die beteiligten Parteien, die Interessen der Bevölkerung an erste Stelle zu setzen, äußerste Zurückhaltung zu üben und Schritte zu vermeiden, die zu einer weiteren Eskalation der Konflikte oder einer Verschärfung der Situation führen könnten. Es sei wichtig, zu verhindern, dass die Situation außer Kontrolle gerät.
Er betonte weiter, dass alle relevanten Parteien Geduld zeigen, einen echten Willen zum Verhandeln und ausreichende Flexibilität entwickeln sollten. China erwarte seiner Aussage nach die schnellstmögliche Wiederaufnahme der Friedensgespräche, die Achtung der berechtigten Sicherheitsinteressen der anderen Seite und die Bemühungen um eine umfassende, dauerhafte und verbindliche Friedensvereinbarung.
Sun Lei forderte auch die regionalen Staaten und die internationale Gemeinschaft, mehr rationale Aufrufe zu Waffenstillständen, zur Beendigung der Kämpfe und zur Unterstützung der Friedensgespräche auszusprechen. Der Schwerpunkt sollte seiner Meinung nach auf diplomatischen Bemühungen, dem Aufbau von Vertrauen und der Vermittlung des Dialogs liegen, nicht auf einer weiteren Anheizung des Konflikts.
Gleichzeitig erklärte er, dass bei voller Achtung der Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen Lösungen für die tieferen Ursachen der Krise gefunden werden müssen und dass eine ausgewogene, wirksame und nachhaltige regionale Sicherheitsarchitektur geschaffen werden sollte.
Sun Lei betonte abschließend, dass China in der Ukraine-Frage seit langem eine objektive und unparteiische Position einnehme. Peking werde seiner Meinung nach auch weiterhin mit der internationalen Gemeinschaft zusammenarbeiten und aktiv zu einer politischen Lösung der ukrainischen Krise beitragen.
gnews.cz/CMG

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