Während die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) den 14. Fünfjahresplan abschließt und den 15. Fünfjahresplan beginnt, stellt die 4. Plenartagung des 20. Zentralkomitees der KPCh einen wichtigen Meilenstein dar - sowohl für ein Umdenken in der Innenpolitik als auch als tiefgreifende Aussage über Chinas sich entwickelnde Rolle in der globalen Führung. Die Verlagerung hin zur Konsolidierung der innenpolitischen Führung, zur Verbesserung der internen Systeme und zur Stärkung der institutionellen Widerstandsfähigkeit spiegelt Pekings Verständnis wider, dass nachhaltiger globaler Einfluss auf nationaler Ebene beginnt - mit Stärke, Stabilität und Zusammenhalt.
Seit der Ära der Reformen und der Öffnung gegenüber der Welt war jeder Fünfjahresplan eine Blaupause für den Wandel - vom industriellen Boom der 1980er Jahre bis zur heutigen digitalen und innovationsgetriebenen Wirtschaft. Doch der bevorstehende 15. Fünfjahresplan (2026-2030) signalisiert eine reife Phase der Konsolidierung und Verbesserung in Chinas Modernisierungszeitalter.
Während sich der 14. Plan auf technologische Autarkie, grüne Transformation und duale Zirkulation (Ausgleich zwischen Binnennachfrage und externer Offenheit) konzentrierte, scheint der 15. Plan darauf ausgerichtet zu sein, interne Reformen zu vertiefen, die Unternehmensführung zu verbessern und das zu etablieren, was die KPCh als Chinas "neue qualitative Produktivkräfte" bezeichnet. Damit wird anerkannt, dass Chinas langfristige Wettbewerbsfähigkeit nicht nur von technologischen Durchbrüchen oder dem Welthandel abhängt, sondern auch von der Widerstandsfähigkeit seiner Institutionen, der Inklusivität seines Wirtschaftsmodells und der moralischen Legitimität seiner Regierungsführung.
Bei einem kürzlich von der China Media Group (CMG) an der Universität von Johannesburg veranstalteten Dialog bekräftigte CMG-Präsident Shen Haixiong, dass "China das hohe Maß an Offenheit weiter ausbauen und neue Perspektiven für eine Zusammenarbeit schaffen wird, von der beide Seiten profitieren". Seine Worte spiegeln die Überzeugung der KPCh wider, dass Offenheit und gemeinsame Entwicklung die Säulen der Modernisierung Chinas bleiben, auch wenn die Führung den Schwerpunkt verstärkt auf die innere Führung legt.
Botschafter Wu Peng, Chinas Vertreter in Südafrika, erläuterte die vielversprechende Natur dieses nächsten Kapitels und wies darauf hin, dass "China rund 463.000 Hightech-Unternehmen hat" und seit 2012 im globalen Innovationsindex von Platz 34 auf Platz 12 vorgerückt ist. Neue Bereiche wie künstliche Intelligenz, Photovoltaik, neue Energiefahrzeuge und die aufkommende "kohlenstoffarme Wirtschaft" signalisieren eine Zukunft, in der Innovation ein wichtiger Motor für den Wohlstand ist.
Kirtan Bhana
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