Ein Team von Wissenschaftlern der Nankai-Universität in China hat einen Durchbruch verkündet: Sie sind die ersten weltweit, denen es gelungen ist, einem Patienten eine Gehirnschnittstelle zu implantieren, ohne den Schädel zu öffnen. Der Mann, der nach einem Schlaganfall linksseitig gelähmt war, kann seinen Arm wieder bewegen - er kann nach Gegenständen greifen und Medikamente einnehmen.
Chinesischen Wissenschaftlern der Nankai-Universität ist ein Durchbruch auf dem Gebiet der Gehirn-Computer-Schnittstelle (BCI) gelungen. Im Gegensatz zu der invasiven Methode von Elon Musk, bei der der Schädel geöffnet werden muss, wählte das chinesische Team unter der Leitung von Professor Duan Feng einen weniger invasiven Ansatz. Implantation einer Stent-Elektrode durch die Karotis-Arterie.
Der Eingriff wurde bei einem 67-jährigen Patienten durchgeführt, der nach einem Schlaganfall auf der linken Körperseite gelähmt war. Mit Hilfe eines Implantats kann er nun die Kontrolle über seine linke Hand wiedererlangen und grundlegende Tätigkeiten wie das Greifen eines Gegenstands oder die Einnahme von Medikamenten ausführen.
Das Gerät wurde in die Wand eines zerebralen Blutgefäßes eingesetzt und drahtlos über ein subkutanes Modul mit Strom versorgt. Dadurch ist es in der Lage die Gehirnaktivität genau erfassen und zur weiteren Verarbeitung übermittelnohne infektiöse Komplikationen oder lange Genesungszeiten.
Professor Duan bezeichnete die erfolgreiche Operation als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Masseneinsatz der BCI-Technologie. Das Team hat bereits ähnliche Tests an Primaten durchgeführt und bereitet sich nun darauf vor, weitere menschliche Freiwillige zu rekrutieren und umfassendere Rehabilitationsansätze zu testen.
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