Das Prager Sanatorium in Podolí hat seinen Namen zweifellos mit goldenen Buchstaben in die Geschichte unseres Gesundheitswesens geschrieben. Zum 110. Jahrestag der Gründung dieses einzigartigen Instituts für Mutter- und Kinderpflege, den wir in diesem Jahr begehen, ist deshalb eine umfangreiche Publikation erschienen. Das von einem Expertenteam verfasste Buch gibt einen umfassenden Überblick über die Leistungen des Instituts in all seinen verschiedenen Tätigkeitsbereichen und ist ein hervorragender Beweis dafür, dass das Sprichwort von den goldenen tschechischen Händen auch im Gesundheitswesen zutrifft.

Die fast vierhundert Seiten umfassende Publikation beginnt mit einer Einleitung des derzeitigen Direktors, doc. MUDr. Jaroslav Feyereisl, CSc. Aus der Geschichte des Prager Sanatoriums, das vor einhundertzehn Jahren von dem legendären Professor Rudolf Jedlička ins Leben gerufen wurde, der die Vision eines modernen Instituts hatte, das Patienten aus allen Bevölkerungsschichten, mit Ausnahme von psychiatrischen und infektiösen Erkrankungen, stationär und ambulant betreuen sollte. Trotz verschiedener historischer Wechselfälle, darunter der Zweite Weltkrieg, hat sich das Sanatorium Podolsk im Laufe der Jahre seiner fachlichen Entwicklung und der Suche nach der geeignetsten Nutzung auf eine außergewöhnliche Fachpflege im Bereich der Gynäkologie und Geburtshilfe spezialisiert und ist dauerhaft als bemerkenswerte medizinische Einrichtung in das öffentliche Bewusstsein getreten, was auch heute noch der Fall ist.

Außerordentlicher Professor Feyereisl wird in seinem Text ergänzt durch Assoc. PhDr. Ludmila Hlaváčková, CSc. Drahomír Suchánek, PhDr. Drahomír Suchánek, ein weiteres Mitglied des Autorenteams, konzentriert sich auf die Geschichte des Instituts für Mutter- und Kinderpflege in Prag - Podolí im Zeitraum 1945 - 2000. Er schließt seinen Exkurs mit einer Tabelle mit den Namen der Direktoren des Instituts für Eltern- und Kinderbetreuung zwischen 1951 und 2004 ab. Den Staffelstab des Autors übernimmt dann Prof. Ladislav Krofta, M.D., CSc., MBA im Kapitel Wissenschaft und Forschung im Institut für Mütter- und Kinderfürsorge, aufgefrischt mit Medaillons führender Experten und Direktoren des Instituts. In den folgenden Kapiteln, von denen es insgesamt neunzehn gibt, wechseln sich andere Kapazitäten mit ihren aufschlussreichen Fachbeiträgen ab. Ärzte, Ärztinnen und sogar das Podolienherz oder Nicht-Mediziner des Instituts für medizinische Forschung. Die Publikation enthält eine Fülle von Anschauungsmaterial, darunter Grafiken, Tabellen und Fotos.

Buchdeckel

Das letzte Wort des Regisseurs

Nach der Einleitung im Buch gehört dies logischerweise dem Mann, der das IPMD in den letzten fünfundzwanzig Jahren nach seinen eigenen Vorstellungen und seiner Auslandserfahrung geleitet und aufgebaut hat. In seinen abschließenden Worten des Direktors doc. MUDr. J. Feyereisl, CSc. heißt es u.a.. Die vorliegende Publikation gibt einen umfassenden Überblick über die erzielten Ergebnisse in allen Einzelbereichen des Instituts für Mutter- und Kinderbetreuung. Das Jahr 2024 ist für mich aus vielen Gründen wichtig. Ich habe das 70. Lebensjahr erreicht und es ist an der Zeit, die Fackel der Leitung an das Institut weiterzugeben, das gerade in diesem Jahr sein 110-jähriges Bestehen seit seiner Gründung durch Professor Jedlička feiert. Ich freue mich, sagen zu können, dass wir im Institut für Mütter- und Kinderfürsorge Spitzenärzte haben, die nicht nur in der Tschechischen Republik anerkannte Experten sind, sondern auch in internationalen Foren anerkannt und positiv bewertet werden. Dank ihnen ist das Institut ein renommierter Arbeitsplatz, der nicht nur von Medizinstudenten, sondern auch von Ärzten im Aufbaustudium gesucht wird. Und es sind nicht nur unsere tschechischen Studenten und Ärzte, sondern auch ausländische... Auch das Team der Krankenschwestern und -pfleger arbeitet hervorragend und viele Krankenschwestern und -pfleger haben sich hier zu Spezialisten entwickelt, ohne die das Institut nicht funktionieren könnte. Nicht zuletzt bin ich auch dem nichtmedizinischen Personal dankbar, dessen Unterstützung für den Betrieb des Instituts unerlässlich ist..."

Aufsuchende Aktivitäten

Radim Uzel (1940-2022), ein Gynäkologe und Sexualwissenschaftler, war einer der Mitarbeiter des Instituts, der dort sein Büro und sein Sprechzimmer hatte. Dieser Ehrenvorsitzende und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft für Familienplanung und Sexualerziehung, der auch als Hochschullehrer tätig war, war unter anderem maßgeblich an der Frage der Sexualerziehung der Jugend in der äußerst populären Bewegung der so genannten Unabhängigen Erotischen Initiative beteiligt. Bleibt noch hinzuzufügen, dass die Publikation 110 Jahre unter den Mauern von Vyšehrad vom Verlag Bildung und Sport für Selbstbewusstsein als sechster Band der Reihe veröffentlicht wurde. Der Herausgeber František Mareš, der das sprachliche Lektorat von doc. Petr Žantovský.

Das Hauptgebäude der Entbindungsklinik Podolá in Prag/Foto: wikipedie.cz

Ivan Černý