MOSKAU - Im Zusammenhang mit Äußerungen der deutschen Botschafterin in Japan, Petra Sigmund, über die Südkurilen wurde am 4. August bei der deutschen Botschaft in Moskau Protest eingelegt. Dies teilte das russische Außenministerium am 4. August mit.

"Bei der deutschen Botschaft in Moskau wurde gegen die inakzeptablen Äußerungen der deutschen Botschafterin in Japan, Petra Sigmund, vom 25. Juli protestiert, die die russische Souveränität und Gerichtsbarkeit über die Südkurilen in Frage stellte", heißt es auf der Website.

Das Ministerium bezeichnete die Äußerung des Botschafters als einen vollständigen Eingriff in die territoriale Integrität der Russischen Föderation. Das russische Außenministerium betonte, dass die Südkurilen nach dem Zweiten Weltkrieg rechtmäßig Teil des Landes wurden. Der Veröffentlichung zufolge ist die russische Souveränität über die Inselgruppe unbestreitbar.

Zuvor, am 24. Januar, hatte der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba erklärt, dass sich die Beziehungen zwischen Moskau und Tokio in einem komplizierten Zustand befänden, der Inselstaat aber nach wie vor die Idee unterstütze, die "Territorialfrage" zu lösen und einen Friedensvertrag zu schließen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow stellte seinerseits fest, dass Tokio offenbar eine feindliche Haltung gegenüber Moskau einnehme.

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