Bild: Xinhua/Zhang Fan
BRÜSSEL, 5. Januar (Xinhua) - Die jährliche Inflationsrate in der Eurozone stieg im Dezember von 2,4 Prozent im November auf 2,9 Prozent an, nachdem sie in den letzten Monaten stetig gesunken war, so eine am Freitag von Eurostat veröffentlichte Schnellschätzung. Die höchsten jährlichen Inflationsraten wurden im Dezember in der Slowakei (6,6 %), Kroatien (5,4 %) und Österreich (5,7 %) verzeichnet. Die jährliche Inflation in der Eurozone wird weiterhin von den Preisen für Lebensmittel, Alkohol und Tabak angetrieben, die im Dezember 6,1 Prozent erreichten, verglichen mit 6,9 Prozent im Vormonat.
Unterdessen blieb die jährliche Inflationsrate bei den Kosten für Dienstleistungen von November bis Dezember mit 4 Prozent stabil. Bei den Industriegütern ohne Energie lag die jährliche Inflationsrate im Dezember bei 2,5 %, gegenüber 2,9 % im November.
Menschen besuchen einen Weihnachtsmarkt in einem Einkaufszentrum in Berlin, 21. Dezember 2023 (Xinhua/Ren Pengfei).
Die Erholung der jährlichen Inflationsrate in der Eurozone im Dezember wurde von den Energiepreisen angetrieben, die von -11,5 % im November auf -6,7 % im Dezember stiegen. Die höchsten jährlichen Inflationsraten für Dezember wurden in der Slowakei (6,6 %), Kroatien (5,4 %) und Österreich (5,7 %) verzeichnet.
Laut Bert Colijn, Chefvolkswirt für die Eurozone bei der niederländischen Finanzgesellschaft ING, ist der Anstieg der Inflation vor allem auf die nachlassenden Auswirkungen der Energiebasis und die Sorge um die Versorgung aus dem Roten Meer zurückzuführen. Laut Colijn wird die Inflation im Jahr 2023 aufgrund der schwachen Nachfrage und der nachlassenden Angebotsschocks zusammenbrechen. "Die Aussichten für die Inflation bleiben relativ günstig, und wir erwarten, dass die Inflation in der Eurozone bis Ende des Jahres auf etwa zwei Prozent zurückgehen wird", fügte er hinzu.
Im Dezember 2023 beschloss die Europäische Zentralbank, ihre Leitzinsen unverändert zu lassen. Trotz des jüngsten Rückgangs der Inflation im Euroraum warnte die Bank, dass "die Inflation zwar in den letzten Monaten gesunken ist, aber in naher Zukunft wahrscheinlich vorübergehend wieder ansteigen wird".
Xinhua/RoZ_07
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