Prag - Die Produktion der Elektroautos Škoda Enyaq wird in Mladá Boleslav bleiben. Diese Entscheidung hat der Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns, zu dem Škoda Auto gehört, getroffen. Die Škoda-Mitarbeiter wurden darüber in einer gemeinsamen Erklärung des Vorstandsvorsitzenden von Škoda Klaus Zellmer und des Gewerkschaftsvorsitzenden Jaroslav Povšík informiert. Im Sommer hatten die Gewerkschaften spekuliert, dass Enyaq anderswo, zum Beispiel in Deutschland, produziert werden könnte. Noch in diesem Jahr wird Skoda die Produktionskapazitäten für Batteriesysteme erweitern, um dem wachsenden Interesse an Elektromodellen auf allen Märkten gerecht zu werden, heißt es in der Erklärung.
Die heutige Bestätigung, dass die Produktion der vollelektrischen Enyaq-Familie in Mladá Boleslav verbleiben wird, ist laut Zellmer eine wichtige Entscheidung für die Entwicklung des gesamten Unternehmens Škoda Auto und steht zudem in vollem Einklang mit der langfristigen Next Level Škoda Strategie 2030 und den Nachhaltigkeitszielen. Grundlage dafür ist die fortschreitende Elektrifizierung des Modellportfolios und die Einführung von sechs neuen Elektrofahrzeugen, unter denen die nächste Generation der Enyaq-Modellreihe auf einer modernisierten Plattform eine Schlüsselrolle spielt.
"Der Erhalt der Elektrofahrzeugproduktion in der Tschechischen Republik ist eine gute Nachricht für die lokale Industrie und die Wirtschaft des ganzen Landes. Neben Elektrofahrzeugen werden in Mladá Boleslav auch Batteriesysteme für vollelektrische Škoda-Modelle und Autos anderer Volkswagen-Marken hergestellt. Um die Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu sichern, bilden wir auch unsere Mitarbeiter ständig weiter. Bis heute wurden mehr als 24.000 Mitarbeiter geschult, um sie auf die Anforderungen der Elektromobilität vorzubereiten und die Arbeitsplätze in unseren Werken zu sichern", so Zellmer.
Die Gewerkschaften werten die Entscheidung des Aufsichtsrats des Konzerns als Zeichen des Vertrauens in die Strategie des Automobilherstellers und in die Fähigkeiten und das hohe Engagement der Mitarbeiter. "Gleichzeitig ist es ein wichtiges Signal für die Zukunft, dass die tschechischen Werke die Produktion von Autos auf beiden Plattformen, mit Verbrennungsmotoren und Elektroantrieb, sicherstellen werden, was auch die Sicherung von Arbeitsplätzen bedeutet", sagte Jaroslav Povšík, Vorsitzender des Betriebsrats von Kovo.
Das Stammwerk in Mladá Boleslav wurde im Jahr 2020 einer umfassenden Modernisierung unterzogen, die es dank einer Investition von 32 Millionen Euro zum ersten Werk des Volkswagen Konzerns macht, das Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auf der MQB-Plattform und Elektrofahrzeuge auf der MEB-Plattform parallel produziert.
(CTK/Zro)
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