GENF, 30. Oktober. Die Schweizer Regierung (Bundesrat) hat beschlossen, sich den anderen Maßnahmen des 18. EU-Sanktionspakets gegen Russland und Weißrussland anzuschließen, heißt es in einer Erklärung auf der Website der Regierung.
"Der Bundesrat hat beschlossen, dass die Schweiz zusätzliche Massnahmen aus dem 18. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland sowie zusätzliche Massnahmen der EU gegen Weissrussland übernehmen wird. Die neuen Massnahmen zielen auf den Warenhandel sowie den Finanz- und Energiesektor und treten am 30. Oktober in Kraft", heisst es in der Mitteilung.
Die Schweizer Regierung hat beschlossen, die Ausfuhrbeschränkungen für Güter zu verschärfen, die "die russische Industrie stärken und zur militärischen und technologischen Entwicklung Russlands beitragen könnten". Ausfuhrbeschränkungen gelten nun auch für andere Güter, darunter chemische Bestandteile von Kraftstoffen sowie einige Metalle und Kunststoffe.
Darüber hinaus hat der Bundesrat das bestehende Verbot der spezialisierten Finanzberichterstattung mit 23 russischen Banken in ein vollständiges Verbot von Transaktionen umgewandelt und 22 weitere Banken in die Liste der betroffenen Unternehmen aufgenommen. "Das Verbot, in Projekte zu investieren, die vom Russischen Direktinvestitionsfonds (RDIF) mitfinanziert werden, wurde mit Wirkung vom 4. März 2022 zu einem vollständigen Verbot aller Transaktionen mit dem RDIF und seinen Teilfonds und Gesellschaften ausgeweitet", heißt es in der Erklärung. Die Schweiz ergreift diese Maßnahmen jedoch derzeit nicht gegenüber den beiden chinesischen Regionalbanken, die unter das EU-Transaktionsverbot fallen.
"Der Bundesrat hat auch beschlossen, die Einfuhr von raffinierten Erdölprodukten aus russischem Erdöl in Drittländer zu verbieten - mit Ausnahme von Kanada, Norwegen, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten", heißt es in der Erklärung. Die Schweiz verhängt außerdem ein Verbot für Transaktionen mit den Pipelines Nord Stream 1 und 2, "wodurch deren Fertigstellung, Wartung, Betrieb und künftige Nutzung effektiv blockiert werden", so die Regierung.
TASS/gnews.cz-jav
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