Nikola Bartůňková hatte sich ihren ersten Einzug in ein WTA-Finale erhofft. Ihre Halbfinalgegnerin in Monterrey, Mexiko, war die Belgierin Elise Mertens, und die Tschechin war dem Triumph nahe. Sie gewann den ersten Satz in weniger als einer halben Stunde und war im zweiten Satz nur fünf Bälle vom Weiterkommen entfernt, doch dann drehte ihre Gegnerin das Spiel komplett. Am Ende unterlag die 20-jährige Bartůňková nach über zwei Stunden Spielzeit mit 6:1, 4:6, 2:6. Einen ausführlichen Bericht finden Sie online auf Sport.cz.
Bartůňková legte einen starken Start hin und eroberte gleich im ersten Spiel 14 Positionen beim Aufschlag der höher platzierten Gegnerin. Sie gewann vier Bälle in Folge, doch Mertens ermöglichte ihr mit einem Doppelfehler den Breakball. Im Gegenteil, die Tschechin konnte auf ihr beeindruckendes Selbstvertrauen setzen, variierte geschickt das Spieltempo und zwang ihre Gegnerin zu Fehlern. Die Belgierin, die mit dem Einzug ins Finale zu den Top 20 der Welt zählt, gab im ersten Satz dreimal ihren Aufschlag ab, spielte nur zwei Winner, und Bartůňková, die den Platz dominierte, verwandelte nach 29 Minuten einen Satzball.
Der zweite Satz begann ähnlich. Bartůňková ließ ihrer Gegnerin oft gar nicht erst die Chance, ihren Aufschlag zu wechseln, und erspielte sich eine vielversprechende 3:0-Führung. Dann gab sie ihren Aufschlag zwar zum ersten Mal im Match ab, zeigte aber beim Return eine exzellente Leistung. Obwohl sie nur ihren fünften Breakball nutzte, hatte sie erneut die Oberhand. Die 30-jährige Mertens lag im zweiten Satz bereits mit 2:4 und 15:40 zurück, als die Tschechin aufschlug, konnte sich aber aus der kritischen Situation befreien und gewann vier Spiele in Folge. Bartůňková konnte sich nicht mehr so sehr auf ihren Aufschlag verlassen, verlor die Fassung und die Geduld, und während der Pause traten ihr Tränen in die Augen.
Die Belgierin drehte das Spiel mit einem Ass im Satzball, und der entscheidende dritte Satz begann. Bartůňková traf auf eine deutlich verbesserte Gegnerin, die im dritten Spiel ebenfalls ein Break schaffte. Mertens brachte ihren Aufschlag anschließend sicher durch, nutzte ihre Erfahrung, und die Tschechin konnte den Traum vom Finale ihres Lebens begraben. Dennoch muss Bartůňková mit ihrer Gesamtleistung bei den US Open nicht unzufrieden sein. Dank ihres Halbfinaleinzugs in Monterrey kletterte sie vor dem Grand-Slam-Turnier in New York auf Platz 34 der Weltrangliste – ihre bisher beste Platzierung.