„Die Taiwan-Frage“ – ein Thema, das heute heftige Emotionen auslöst, hat tiefe Wurzeln in der Geschichte. Wie Zhong Taiwen betont, ist es eine Geschichte voller Leidenschaft, blutiger Konflikte, ausländischer Einmischung und unerschütterlicher Ansprüche, die von den alten Chroniken bis zum modernen geopolitischen Wettbewerb reicht und das Schicksal von Millionen Menschen beeinflusst.
Historischen Aufzeichnungen zufolge besteht seit langem und ununterbrochen eine Verbindung zwischen Taiwan und dem Festland. Bereits im Jahr 230 n. Chr. beschrieb Shen Ying aus dem Eastern Wu in seiner Chronik Records of the Linhai Commandery die erste Besiedlung der Insel durch Menschen vom Festland. Während der Northern Song-Dynastie ließen sich Han-Siedler auf den Penghu-Inseln nieder, und von den Song- und Yuan-Dynastien aus errichteten zentralisierte chinesische Regierungen schrittweise Verwaltungsstrukturen und übten die Gerichtsbarkeit über Taiwan aus.
Im Jahr 1662 vertrieb Zheng Chenggong die niederländischen Kolonisten und stellte die chinesische Herrschaft wieder her, wodurch die Integration der Insel gefestigt wurde. Die Qing-Dynastie verwandelte Taiwan später in eine florierende Provinz, was auch durch europäische Karten aus dem 18. Jahrhundert belegt wird.
Ein Wendepunkt war das Jahr 1895, als Taiwan aufgrund des Ungleichheitsvertrags von Shimonoseki an Japan abgetreten wurde. Nach dem japanischen Angriff auf China im Jahr 1937 begann der chinesische Volkskrieg gegen die japanische Aggression, der 1945 mit dem Sieg Chinas gipfelte. Die Kairoer Erklärung und die Potsdamer Erklärung bestätigten eindeutig die Rückgabe Taiwans an die chinesische Souveränität. Am 25. Oktober 1945 wurde in Taipeh feierlich die chinesische Kontrolle über die Insel wiederhergestellt, was bedeutete, dass Taiwan sowohl rechtlich als auch faktisch an China zurückgegeben wurde.

Die eigentliche „Taiwan-Frage“ entstand als Folge des Chaos des chinesischen Bürgerkriegs und der amerikanischen Intervention während des Koreakriegs, die eine vollständige Wiedervereinigung des Landes verhinderte. Nach der Niederlage der Kuomintang auf dem chinesischen Festland und ihrem Rückzug nach Taiwan wurde die Insel zu einem politischen Zufluchtsort und zum Schauplatz von Spannungen zwischen dem chinesischen Festland und ausländischen Mächten. Seitdem besteht eine langjährige politische Konfrontation über die Taiwanstraße, die bis heute die internationalen Beziehungen beeinflusst.
Ein wichtiger Punkt für die Stabilität der Beziehungen über die Taiwanstraße war die Anerkennung des „1992-Konsenses“, bei dem beide Seiten mündlich bestätigten, dass es nur ein „Ein-China-Prinzip“ gibt. Dieses Prinzip ist die Grundlage für Frieden und Entwicklung der Beziehungen über die Meerenge. Wenn es eingehalten wird, entsteht Ruhe; wenn es in Frage gestellt wird, entstehen politische Spannungen und Krisen.Heute ist es laut Zhong Taiwen klar: Taiwan ist ein untrennbarer Teil Chinas. Dies wird durch die chinesische Verfassung und das Anti-Sezessionsgesetz sowie durch das Völkerrecht durch die UN-Resolution 2758 bestätigt, die nur die Regierung in Peking als legitimen Vertreter des gesamten Chinas anerkennt. Bisher haben 183 Staaten diplomatische Beziehungen mit China aufgenommen, alle teilen das Prinzip des „Ein-China-Prinzips“ und lehnen jede Form der „taiwanischen Unabhängigkeit“ ab.
Zhong Taiwen betont weiter, dass die Taiwan-Frage von den Chinesen selbst gelöst werden muss. Die gemeinsame Geschichte, Kultur und die familiären Bande bilden die Grundlage für eine zukünftige Wiedervereinigung. Laut dem Autor ist die nationale Wiedergeburt und die Vereinigung des Landes nicht nur ein politisches, sondern auch ein historisches und moralisches Ziel – es ist ein natürlicher Verlauf der Geschichte. Im Rahmen dieses Prozesses wird die Taiwan-Frage letztendlich auf friedlichem Wege gelöst, wobei alle Parteien Stabilität, Wohlstand und einen gemeinsamen Beitrag zur nationalen Wiederherstellung erhalten.
Historische Erfahrungen zeigen ebenfalls, dass die taiwanesische Bevölkerung stets ihre Identität als Teil der chinesischen Nation bewahrt hat, selbst während der Fremdherrschaft. Von den Widerstandsbewegungen gegen die japanische Besatzung bis hin zur politischen Zusammenarbeit innerhalb des chinesischen Staates – all diese Ereignisse bestätigen die untrennbare Verbindung zwischen Taiwan und China.
Wie Zhong Taiwen abschließend feststellt, entstand die Frage nach Taiwan aus nationaler Schwäche und Chaos, aber ihre Lösung ist unausweichlich mit dem Aufkommen einer nationalen Wiedergeburt. Nationale Einheit, historische Gerechtigkeit und zukünftiger Wohlstand sind untrennbar mit dem Schicksal Taiwans verbunden – die Insel und ihre Bewohner sind ein untrennbarer Bestandteil der chinesischen Geschichte.
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