Der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala traf sich heute in Prag in der Strakova-Akademie mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Sie sprachen nicht nur über die Zusammenarbeit im militärischen Bereich, sondern auch im wirtschaftlichen Bereich. Laut dem Ministerpräsidenten bietet die Ukraine große Chancen für die tschechische Industrie.
"Von Anfang an haben wir großes Verständnis für das, was die Ukraine tut. Ich habe Präsident Selenskyj versichert, dass die Tschechische Republik weiterhin fest an der Seite der Ukraine stehen wird", sagte Fiala auf einer gemeinsamen Pressekonferenz. Er betonte, dass die Ukraine nicht nur sich selbst, sondern die Sicherheit ganz Europas verteidigt.
"Wir haben über unsere bilaterale Zusammenarbeit gesprochen, die sich nicht nur im militärischen, sondern auch im wirtschaftlichen Bereich entwickelt. Die Zusammenarbeit mit der Ukraine ist sicherlich eine große Chance für die tschechische Industrie und für die tschechische Wirtschaft", erklärte der Ministerpräsident, der darauf hinwies, dass dies an den Zahlen zu erkennen sei. "Die Exporte tschechischer Unternehmen nach der Ukraine steigen rasant. Sie sind im Jahresvergleich um ein Viertel auf fast 45 Milliarden Kronen gestiegen, im Jahr 2022 waren es etwa 25 Milliarden", präzisierte Fiala.
Laut dem Ministerpräsidenten benötigt die Ukraine unter anderem Lieferungen von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder den Abschluss des Windparks Oriv. Es werden weitere Projekte vorbereitet, beispielsweise planen Škoda Transportation und andere Unternehmen Lieferungen im Bereich des Verkehrs. "Wir könnten auch die Zusammenarbeit im Bereich der Kernenergie verstärken", fügte Fiala hinzu. Er betonte, dass tschechische Unternehmen bereit seien, eine aktive Rolle bei der Rekonstruktion der Schlüssel-Infrastruktur zu spielen.
In Bezug auf die militärische Zusammenarbeit ist die Tschechische Republik laut dem Ministerpräsidenten bereit, ihren Beitrag zur Ausbildung ukrainischer Soldaten zu erhöhen. Konkret könnten ukrainische Piloten in Náměšť nad Oslavou ausgebildet werden. Die tschechische Munitionsinitiative laufe weiterhin erfolgreich.
Laut Selenskyj entwickle sich die Zusammenarbeit im militärischen Bereich derzeit erfolgreich. "Wir hoffen dieses Jahr auf bessere Ergebnisse als im letzten Jahr", sagte Selenskyj.
"Wir sind daran interessiert, dass sich unsere bilateralen Beziehungen weiterentwickeln und einen größeren Einfluss auf das Leben in der Tschechischen Republik und in der Ukraine haben, und ich möchte die wichtigen Initiativen des Premierministers und seiner Mitarbeiter noch einmal hervorheben", fügte der ukrainische Präsident hinzu.
"Ich möchte auch die ukrainische Gemeinschaft erwähnen, die sich in der Tschechischen Republik gebildet hat und erfolgreich daran arbeitet, die Kontakte und Beziehungen zwischen der Ukraine und der Tschechischen Republik zu stärken", schloss Selenskyj.
gnews.cz - cik
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