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Auf dem Gemälde "Ballade (Freuden des Lebens)" porträtierte Kupka seine beiden Geliebten, die zu Pferde am Meeresufer reiten: die früh verstorbene Dänin Maria Brühnov und die Französin Gabrielle. Im Januar 1902 schrieb er seinem Freund, dem Dichter Josef Svatopluk Machar: "Sie fragen mich in Ihrem Brief, was ich gerade mache? Ich möchte mit einfachen Mitteln, raffiniert, die Gefühle ausdrücken, die ich empfand, als ich friedlich am Ufer des Meeres saß. Es sind zwei Frauen, die etwas unansehnlich sind, die zu Pferde an den Meeresstrand kommen und im warmen Glanz der untergehenden Sonne aufblicken, während der gesamte Meeresstrand und die Wolken eine Melodie unbekannter Freuden spielen, und in den Wolken tanzen und hüpfen, als wären es tausende Elfen. Wir alle sehnen uns nach einer Art Freude – einem reinen, immateriellen Gefühl des Wohlbefindens, und ich möchte, dass jeder, der dies sieht, ähnliche Gefühle in sich weckt." Auf der Rückseite des Gemäldes befindet sich die Inschrift "Epona ballade des joies". Epona war eine beliebte Göttin der keltischen Mythologie, die mit Pferden in Verbindung gebracht wurde ("Epos" im Altgallischen bedeutete Pferd) und oft dargestellt wurde, wie sie auf einer Stute ritt. Kupka vermischte in diesem Gemälde also seine persönliche Geschichte mit der keltischen Mythologie.

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