Bild: AP/CTK/Reba Saldanha
WASHINGTON - Die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat am Sonntag in der US-Hauptstadt Washington zum ersten Mal die Vorwahlen der Republikaner gewonnen und den ehemaligen Präsidenten Donald Trump besiegt. Ausländische Agenturen berichten heute darüber, aber sie sagen, dass es sich hauptsächlich um einen symbolischen Erfolg handelt, da Trump den Nominierungsprozess weiterhin dominiert.
Die zweieinhalbjährige Politikerin besiegte Trump mit 62,9 Prozent zu 33,2 Prozent und gewann damit alle 19 Delegierten. "Es ist nicht überraschend, dass die Republikaner, die dem dysfunktionalen Washington am nächsten stehen, Donald Trump und sein ganzes Chaos ablehnen", hieß es in einer Erklärung der Kampagne von Haley, die als erste Frau überhaupt eine der Nominierungsstimmen der Republikaner gewonnen hat.
Daraufhin beglückwünschte die Trump-Kampagne Haley sarkastisch zu ihrer Ernennung zur "Königin des Sumpfes der Washingtoner Lobbyisten und Insider, die den dysfunktionalen Status quo schützen wollen".
Washington ist eine überwiegend demokratische Stadt mit nur etwa 23.000 registrierten Republikanern unter den rund 700.000 Einwohnern, von denen ein großer Teil gemäßigt ist. Trump hat hier auch bei den Vorwahlen 2016 verloren.
Trotz des aktuellen Erfolgs halten die Agenturen Haleys Chancen auf die republikanische Nominierung für das Präsidentenamt für gering. Trump hat sie in den letzten acht Nominierungswahlen klar geschlagen und wird voraussichtlich auch in fast allen anderen US-Bundesstaaten gewinnen.
Für die Nominierung sind 1.215 Delegierte erforderlich. Trump hat jetzt 247, Haley 43, laut NBC News.
Sollten sich die Annahmen bestätigen, wird der 77-jährige Politiker bei den Wahlen im November gegen den demokratischen Präsidenten Joe Biden antreten. Bislang sehen Meinungsumfragen Trump als leichten Favoriten in einem solchen Wettbewerb.
TK/ceskenoviny.cz/gnews.cz-JaV_07

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