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PALÄSTINA/GAZA -- Laut Informationen der Agentur AFP hat die palästinensische islamistische Bewegung Hamas beschlossen, ihre Regierungsorgane im Gazastreifen aufzulösen. Dieser Schritt wird als ein bedeutender Fortschritt in Richtung der Umsetzung eines zuvor vereinbarten Friedensplans angesehen, der die Übergabe der zivilen Verwaltung des Gebiets an ein technokratisches palästinensisches Komitee vorsieht. Die Frage der Entwaffnung von Hamas bleibt jedoch weiterhin ungelöst und stellt eines der größten Hindernisse für weitere politische Entwicklungen dar.

Laut Quellen aus Hamas wurde die Entscheidung zur Auflösung der bisherigen Verwaltungsorgane getroffen, die den Betrieb des Gazastreifens leiteten. Eine in der gesamten Region respektierte palästinensische Persönlichkeit soll die Übergangszeit gewährleisten, bevor das technokratische Komitee die Verantwortung übernehmen kann. Dieses Komitee wurde bereits gebildet, seine Mitglieder sind jedoch bisher noch nicht in den Gazastreifen eingereist. Laut weiteren Informationen haben auch andere palästinensische politische Kräfte die Entscheidung von Hamas begrüßt. Sie setzen seit langem auf die Schaffung einer einheitlichen zivilen Verwaltung, die die Wiederaufbau des durch den Krieg zerstörten Gebiets erleichtern und die Koordinierung der humanitären Hilfe verbessern könnte.

Hamas kontrolliert den Gazastreifen seit 2007, als es nach bewaffneten Auseinandersetzungen die Kontrolle über das Gebiet übernahm und die konkurrierende Bewegung Fatah verdrängte, die heute die Palästinensische Autonomiebehörde im Westjordanland dominiert. Seitdem ist die palästinensische politische Szene zwischen zwei rivalisierenden Machtzentren gespalten. Die Übergabe der zivilen Verwaltung an ein technokratisches Komitee war einer der Punkte eines Friedensrahmens, mit dem laut verfügbaren Informationen beide verfeindeten Seiten in der Vergangenheit zugestimmt haben. Ziel dieses Modells ist es, die tägliche Verwaltung des Gebiets von den bewaffneten Strukturen zu trennen und Bedingungen für die Stabilisierung der Region zu schaffen.

Die größte Hürde bleibt jedoch weiterhin die Forderung nach der Entwaffnung von Hamas. Israel besteht seit langem auf der vollständigen Beseitigung der militärischen Kapazitäten der Bewegung als Bedingung für eine dauerhafte Beendigung des Konflikts. Hamas lehnt es hingegen ab, die Waffen abzugeben, da es sie als Mittel zur Verteidigung der palästinensischen Bevölkerung betrachtet. Die Zukunft des gesamten Prozesses wird daher nicht nur von der tatsächlichen Übergabe der zivilen Verwaltung abhängen, sondern auch von der Fähigkeit der beteiligten Parteien, einen Kompromiss in Fragen der Sicherheit, des Wiederaufbaus des Gazastreifens und der langfristigen politischen Ordnung zu finden. Die Auflösung der Regierungsorgane von Hamas ist ein wichtiges politisches Signal, garantiert aber noch nicht eine dauerhafte Lösung des Konflikts.

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