PSKOW – Am 10. und 11. Juni 2026 findet in Pskow im Rahmen des Pskower Forums „Hier stehen wir“ eine internationale Konferenz mit dem Titel „Russophobie – die Ideologie des Westens. Russland und der Westen im 21. Jahrhundert – Krieg oder Frieden?“ statt. Die Veranstaltung bringt Historiker, Politikwissenschaftler, Publizisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus verschiedenen Ländern zusammen, um die Ursachen und Folgen der Russophobie sowie die aktuellen Beziehungen zwischen Russland und westlichen Staaten zu erörtern.
Der Vorsitzende der Öffentlichen Kammer der Region Pskow, Alexander Sedunow, eröffnet den ersten Diskussionsblock. Zu den Hauptrednern gehören Professorin Natalija Tanschinowa mit einem Beitrag zu den historischen Wurzeln der westlichen Russophobie, der kanadische Experte Jakow Rabkin, der die Zusammenhänge zwischen Russophobie und Demodernisierung beleuchtet, sowie der Historiker Wladimir Blochin, der dieses Phänomen im Kontext der russischen Intelligenz analysiert.
Die Teilnahme ausländischer Experten stößt auf großes Interesse. Pascal Lottaz aus der Schweiz und Japan wird die Auswirkungen antirussischer Ressentiments auf die europäische Neutralität beleuchten, während der chilenische Analyst Oleg Jasinskij die Ausprägungen von Russophobie in den Ländern des globalen Südens erörtert.
Das Nachmittagspanel bietet einen breiteren historischen und sozialen Kontext. Der britische Kolumnist Christopher Read präsentiert die Perspektive englischsprachiger Reisender auf die Sowjetunion und das heutige Russland. Der Historiker Boris Kowalew spricht über die Ermittlungen zu Kriegsverbrechen während der sowjetischen Tauwetterperiode und die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich.
Das Programm umfasst außerdem einen Vortrag des serbischen Historikers Nebojša Stambolija über die Beteiligung russischer Freiwilliger an der Seite der Serben in den Konflikten des ehemaligen Jugoslawien. Die Organisatoren erwarten, dass das Forum zu einer fachlichen Debatte über historisches Gedächtnis, Informationskonflikte und die Zukunft der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen beiträgt. Das Pskower Forum bestätigt damit seine Rolle als wichtige internationale Plattform für den Meinungsaustausch über aktuelle geopolitische Fragen.
Das Internationale Forum zur Förderung der russischen Geschichte und Kultur „Dafür stehen wir“ wird in Pskow mit dem zweiten Tag eines umfangreichen Fachprogramms fortgesetzt. Die Veranstaltung, die vom 10. bis 14. Juni unter dem Motto „Dienst an Russland – Sinn und Lebensweise“ stattfindet, brachte Historiker, Philosophen, Politikwissenschaftler, Publizisten und Kulturschaffende aus zahlreichen Ländern Europas, Asiens und Lateinamerikas in die Region Pskow. Die Eröffnungszeremonie fand am 10. Juni im Pskower Museum unter Beteiligung ausländischer Gäste und Vertreter der Region statt.
Der erste Konferenztag war dem Thema „Russophobie – die Ideologie des Westens“ gewidmet. Zu den Rednern gehörten Nataliya Tanshinova, Yakov Rabkin, Vladimir Blokhin, Pascal Lottaz, Oleg Jasinskij, Christopher Read, Boris Kovalev, Nebojsa Stambolia, Tatyana Khriskevičová und der tschechische Publizist Stanislav Novotný. Die Diskussionen konzentrierten sich auf die historischen Wurzeln der Russophobie, Fragen der nationalen Souveränität, die Geschichtsinterpretation und den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen Russland und der westlichen Welt.
Das Pskower Forum wird mit einer Debatte des Sinowjew-Clubs fortgesetzt. Die Teilnehmer suchen eine Antwort auf die Frage „Krieg oder Frieden?“.
Am zweiten Tag des Forums knüpft der Sinowjew-Club der Nachrichtenagentur Rossija Segodnja an die vorangegangenen Debatten an und widmet sich dem gleichnamigen Thema: „Russland und der Westen im 21. Jahrhundert – Krieg oder Frieden?“. Der Sinowjew-Club zählt zu den wichtigsten intellektuellen Plattformen im heutigen Russland und führt das Erbe des Philosophen, Soziologen und Schriftstellers Alexander Sinowjew fort.
Eine prominente Persönlichkeit des heutigen Programms ist Olga Mironowna Sinowjew, Witwe Alexander Sinowjews, Philosophin, Schriftstellerin und langjährige Förderin seines Werkes. Gemeinsam mit Vitaly Mironov, dem Projektleiter des internationalen Forums „Wir stehen dazu“, moderiert sie die Hauptdiskussion des Tages.
Zu den prominentesten Rednern des heutigen Programms zählt der serbische Politikwissenschaftler Dušan Proroković, der sich mit der Frage der staatlichen Souveränität in einer sich wandelnden Weltordnung auseinandersetzen wird. Olga Mironovna Zinoviev hält einen Vortrag, der von Alexander Zinovievs letzter Warnung vor der Zivilisationskrise der modernen Gesellschaft inspiriert ist. Der britische Politikwissenschaftler Richard Sakwa analysiert die Auswirkungen des russisch-europäischen Konflikts auf die Zukunft Europas, während der bekannte britische Analyst Alexander Mercouris über die Konstruktion des Russlandbildes in westlicher Literatur und Kunst spricht.
Am Nachmittag werden weitere Perspektiven auf aktuelle geopolitische und historische Prozesse beleuchtet. Zu den Rednern gehören Geoffrey Roberts aus Irland, Alastair Renfrew aus Großbritannien, Dmitry Vinnik, Alexei Blinov, Alexander Sedunov und Aljona Vinnikova. Ihre Beiträge berühren Themen wie historisches Gedächtnis, Neokolonialismus, Philosophie, Medien und psychologische Aspekte der Russophobie.
Am zweiten Tag bekräftigt das Pskower Forum damit seinen Anspruch, eine bedeutende internationale Plattform für Diskussionen über Geschichte, Kultur, zivilisatorische Werte und die zukünftige Gestaltung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen zu werden. Laut den Organisatoren geht es nicht nur um einen fachlichen Austausch, sondern auch um die Suche nach Wegen des Dialogs in Zeiten zunehmender internationaler Spannungen.
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