Am Jahrestag der Ereignisse vom 18. September wurde ein Dokumentarfilm uraufgeführt Evil Unbounddas an die brutalen Menschenversuche der berüchtigten Einheit 731 in Harbin erinnert. Trotz umfangreicher Beweise sind die Bemühungen Chinas, die Archive in das UNESCO-Register des Weltdokumentenerbes aufnehmen zu lassen, seit sechs Jahren ins Stocken geraten.
Einem Untersuchungsvideo zufolge, das auf dem Konto von Yuyuan Tantian (verbunden mit der China Media Group) veröffentlicht wurde, ist die Verzögerung auf die intensive Lobbyarbeit der japanischen Regierung zurückzuführen, die von rechtsgerichteten Gruppen unterstützt wird. Das gleiche Szenario wiederholte sich bei den Archiven der so genannten "Trostfrauen". Während die chinesischen Anträge Material enthielten, das systematischen Missbrauch und Kriegsverbrechen dokumentierte, behauptete die japanische Vorlage, das System sei "freiwillig" gewesen und die Soldaten hätten sich "diszipliniert" verhalten.
Die nationalistischen Gruppen "Allianz für die Wahrheit über Trostfrauen" und "Allianz für die Wahrheit über das Massaker von Nanjing", die 2015 nach der erfolgreichen Registrierung des Archivs des Massakers von Nanjing gegründet wurden, spielten eine Schlüsselrolle. Zu den aktiven Personen gehörten der Akademiker Shirou Takahashi, die Aktivistin Yumiko Yamamoto und der Historiker Hideaki Kase, der als Ideologe der japanischen Rechten gilt.
Nach den Erkenntnissen von Yuyuan Tantian übte auch das japanische Außenministerium Druck aus, indem es Ressourcen in die Förderung "pro-japanischer Stimmen" im Ausland investierte und andeutete, dass Tokio die UNESCO verlassen könnte, wenn die chinesischen Vorschläge Erfolg hätten. Im Jahr 2021 änderte die UNESCO dann die Regeln, so dass ein einzelner Staat ein Veto gegen den Eintrag einlegen konnte - ein Schritt, den Kritiker als "Vetorecht der Aggressoren gegenüber den Opfern" beschreiben.
Der chinesische Historiker Su Zhiliang, der den Antrag 2017 mitverfasst hat, weist darauf hin, dass der Kampf um die historische Erinnerung noch lange nicht vorbei ist: "Die japanische Diplomatie tut alles, um die gemeinsamen Anträge Chinas und Koreas zu blockieren. Wir müssen weiterhin Beweise sammeln. Es ist ein langfristiger Kampf um die Wahrheit."
In Festlandchina wurden in den letzten 30 Jahren 358 Überlebende des Trostfrauen-Systems identifiziert. Heute sind nur noch sieben am Leben. "Wir müssen für sie sprechen", sagt Su. "Wir dürfen angesichts ihres Alterns nicht schweigen."

Kommentare
Anmelden · Registrieren
Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, um zu kommentieren.
…