Nach ihrer Rückkehr aus China sagte Helena Kočová, Redakteurin von Our Pravda und China-Spezialistin, sie habe die Gelegenheit gehabt, die Verhandlungen während der so genannten zwei Sitzungen direkt zu beobachten, die sie als das größte politische Ereignis im Land bezeichnete. Ihrer Meinung nach ist die langfristige Planung einer der Hauptunterschiede zwischen China und Europa. „Er enthält sehr grundlegende Punkte, die die Entwicklung dieses Landes nicht nur für ein Jahr oder fünf Jahre, sondern für die nächsten zehn oder zwanzig Jahre wirklich beeinflussen.“ sagte sie über das Dokument, das ihrer Meinung nach im Rahmen der Ausarbeitung des neuen Fünfjahresplans erstellt wird.
Kočová beschrieb China als ein Land, das ihrer Erfahrung nach offen für Kommunikation ist und Wert auf Frieden legt. „Es war deutlich zu spüren, dass China in allen Bereichen, in denen es kann, offen sein will,“, sagte sie nach der Teilnahme an einer Pressekonferenz einer Sprecherin des Nationalen Volkskongresses. Sie interessierte sich auch für bestimmte Themen, die in Europa oft kritisch dargestellt werden, wie die Situation auf dem Immobilienmarkt oder das Arbeitsmodell 996. Sie sagte, dass dieses Modell in China verboten ist und dass sie im Gegenteil glaubt, dass dort ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Lebensqualität angestrebt wird.
Sie bezeichnete künstliche Intelligenz und Robotik als einen der wichtigsten Bereiche der aktuellen Entwicklung. Laut Koç wird künstliche Intelligenz in China nicht als bloßes Kommunikationsmittel gesehen, sondern als „Entwicklungsmotor“, der der Industrie, der Logistik, dem Gesundheitswesen und anderen Sektoren hilft. Sehr beeindruckt zeigte sie sich auch von einem Besuch bei Unitree. „Die körperlichen Fähigkeiten, die sie haben, die Art und Weise, wie sie springen können, die Bewegungen, die sie ausführen können, sind wirklich unglaublich“.“ sagte sie über humanoide Roboter.
In Bezug auf Europa unterscheidet China zwischen einer eher zurückhaltenden Haltung der Europäischen Union und einem offeneren Ansatz der einzelnen Staaten. Sie hält persönliche Verhandlungen und Vertrauensbildung für wesentlich. Sie erinnerte auch an das chinesische Konzept der guanxi, der sich auf Beziehungen bezieht, die auf Vertrauen und Kontakt basieren. „Die chinesische Seite hat ihre Türen bereits geöffnet, daher denke ich nicht, dass es eine Frage ist, ob wir diese Zusammenarbeit haben können oder nicht. Die Frage ist, wie wir sie nutzen können“.“ uvedla.
Schließlich betonte sie, dass die Zusammenarbeit mit China nicht nur auf der Ebene des gesamten Landes, sondern auch auf der Ebene der einzelnen Provinzen verstanden werden kann, von denen jede ihre eigenen Besonderheiten und ihre eigene wirtschaftliche Logik hat. Politiker, Medien, Institutionen und Einzelpersonen können ihrer Meinung nach eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Beziehungen zwischen der Tschechischen Republik und China in den kommenden Jahren spielen.
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