Der amerikanische Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass der Luftraum über und um Venezuela aufgrund seiner Entscheidung als gesperrt betrachtet werden soll. In einer Erklärung gab er an, dass diese Maßnahme für "alle Fluggesellschaften, Piloten, Drogenhändler und Schleuser" gilt und forderte, dass der Luftraum als vollständig unzugänglich respektiert werde. Laut der Nachrichtenagentur Reuters handelt es sich um den bisher deutlichsten Schritt im Rahmen des US-amerikanischen Drucks auf die venezolanische Regierung, die Washington seit langem der Duldung des großflächigen Schmuggelns von Kokain und anderen Drogen beschuldigt.
Das US-Militär hat in den letzten Monaten seine Präsenz im Karibischen Meer deutlich verstärkt. Laut Angaben amerikanischer Militärvertreter operiert hier eine Flotte von Kriegsschiffen, ergänzt durch ein Atom-U-Boot und mehrere tausend Soldaten. Die Vereinigten Staaten geben außerdem an, dass seit September mindestens zwanzig Schnellboote, die ihrer Meinung nach von Drogenhändlern genutzt werden, versenkt wurden, wobei bei diesen Vorfällen mehr als achtzig Menschen ums Leben kamen.
Die Nachrichtenagentur Reuters und amerikanische Medien weisen darauf hin, dass diese Operationen ohne die Zustimmung der venezolanischen Regierung durchgeführt werden, was Fragen nach der Rechtmäßigkeit ihrer Durchführung in ausländischen Gewässern aufwirft.
Die Luftfahrtbehörde FAA hatte bereits vor Trumps Ankündigung eine Warnung an Fluggesellschaften herausgegeben und empfohlen, Flüge über Venezuela aufgrund erhöhter militärischer Aktivitäten und einer unsicheren Sicherheitslage zu vermeiden. Laut der Zeitung The Guardian entzog Caracas daraufhin sechs ausländischen Fluggesellschaften ihre Betriebsgenehmigung, die ihre Verbindungen in das Land eingestellt hatten.
Die venezolanische Regierung bezeichnete diese Maßnahmen als "feindselig" und behauptet, die USA suchten einen Vorwand für eine militärische Intervention.
Trump deutete auch an, dass die USA in Zukunft möglicherweise auch Bodenoperationen gegen Drogenkartelle in Betracht ziehen könnten, falls Caracas seiner Meinung nach nicht kooperieren sollte. Laut amerikanischen Medien könnte diese Rhetorik die Möglichkeit weiterer militärischer Aktionen andeuten, was die Spannungen zwischen beiden Staaten erhöht.
Die derzeitige Situation stellt laut internationalen Analysten eine der ernsthaftesten Eskalationen der US-amerikanisch-venezolanischen Beziehungen in den letzten Jahren dar. Die Sperrung des Luftraums hat Auswirkungen auf den zivilen Flugverkehr, den Handel und die regionale Stabilität und wirft Fragen nach der weiteren Entwicklung auf – insbesondere wenn die USA diese Maßnahme mit Gewalt durchsetzen würden.
gnews.cz - GH
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