An Bord eines Zuges zwischen Doncaster und London ist es zu einem schweren Zwischenfall gekommen. Der Zug, der nach King's Cross unterwegs war, wurde am Bahnhof Huntingdon in Cambridgeshire gestoppt, nachdem Berichte über mehrere Stichverletzungen eingegangen waren, und die Polizei nahm zwei Männer fest. Zehn Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, neun davon mit lebensbedrohlichen Verletzungen, wie die AP berichtet.
Rettungskräfte, darunter bewaffnete Polizeibeamte, Hubschrauber und forensische Teams, trafen innerhalb weniger Minuten am Tatort ein. Wie The Guardian berichtet, erhielt die Polizei den Anruf gegen 19:39 Uhr GMT, kurz nachdem der Zug den Bahnhof Peterborough verlassen hatte. Der Vorfall wurde als "schwerwiegender Zwischenfall" eingestuft und der Anti-Terror-Code "Plato", der bei Notfällen mit einem möglichen terroristischen Motiv verwendet wird, wurde kurz darauf aktiviert. Nach Angaben von Reuters gibt es jedoch bisher keine Hinweise darauf, dass es sich um einen terroristischen Akt handelt.
Augenzeugen beschrieben die Szene als völliges Chaos. Ein Fahrgast berichtete gegenüber Sky News, er habe einen Mann mit einem großen Messer im Waggon gesehen und Schreie gehört, als die Menschen in Panik in benachbarte Waggons flohen oder sich in Toiletten einschlossen. Der Zugverkehr auf der Strecke musste unterbrochen werden, und der Betreiber der LNER rief die Fahrgäste auf, nicht in die Gegend zu fahren und mit Verspätungen zu rechnen.
Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Cambridge, Peterborough und London gebracht. Neun von ihnen befinden sich in einem ernsten, lebensbedrohlichen Zustand, so die AP. Premierminister Keir Starmer bezeichnete den Anschlag als "schreckliche Tat" und dankte den Sanitätern und Polizeibeamten für ihr schnelles Handeln. Die Polizei warnte die Öffentlichkeit außerdem vor Spekulationen und forderte Zeugen auf, Informationen zu liefern, die Aufschluss über den Ablauf des Vorfalls geben könnten.
Die Ermittlungen werden von der britischen Verkehrspolizei in Zusammenarbeit mit der Polizei zur Terrorismusbekämpfung und der örtlichen Polizei von Cambridgeshire geführt. Laut The Guardian wurden Videoaufnahmen beschlagnahmt, Passagiere und Besatzungsmitglieder befragt und erste forensische Analysen durchgeführt. Die Polizei hat versprochen, die Öffentlichkeit über die Ergebnisse auf dem Laufenden zu halten.
Ähnliche gewalttätige Angriffe hat es in der Vergangenheit in Großbritannien gegeben. Im Jahr 2013 wurde der Soldat Lee Rigby in Woolwich mit einem Messer ermordet und löste einen nationalen Schock aus. Im Juni 2017 gab es einen Angriff auf der London Bridge und im November 2015 wurde ein Fahrgast an der Station Leytonstone in der Londoner U-Bahn erstochen. Jeder dieser Fälle führte zu verschärften Sicherheitsmaßnahmen und einer Ausweitung der Befugnisse der Polizei zur Terrorismusbekämpfung.
gnews.cz - GH
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