Der stellvertretende Vorsitzende der Kommunistischen Partei Tschechiens (KSČM) und Vizepräsident des Weltfriedensrats Milan Krajča sprach bei einer Diskussionsrunde über die tschechisch-chinesischen Beziehungen und berichtete dabei von seinen persönlichen Erfahrungen während seines jüngsten China-Besuchs. In seiner Rede konzentrierte er sich vor allem auf die Bedeutung des in Vorbereitung befindlichen 15. Fünfjahresplans und auf die technologische Entwicklung, die China derzeit durchläuft.
Laut Krajči wird die chinesische Planung in Europa oft als bürokratisch und realitätsfern wahrgenommen. Die Erfahrungen aus der Konferenz des Weltsozialforums in Peking zeigen jedoch seiner Meinung nach das Gegenteil. Der chinesische Fünfjahresplan sei das Ergebnis einer detaillierten Analyse und einer langfristigen Strategie, die Wert auf Stabilität, Vorhersehbarkeit und eine qualitativ hochwertige Entwicklung lege.
Laut Krajči ist die Ausrichtung auf Qualität statt Quantität ein grundlegender Wandel. China konzentriert sich auf moderne Technologien, Wissenschaft und innovative Industriezweige. Diese Prioritäten konnte er direkt in der Provinz Zhejiang beobachten, die sich auf Spitzentechnologieprojekte, darunter künstliche Intelligenz, spezialisiert hat.
Er erwähnte beispielsweise das chinesische Unternehmen DeepSeek, das seiner Meinung nach zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich KI gehört und beweist, dass China auch mit den fortschrittlichsten westlichen Technologieunternehmen konkurrieren kann. Ähnlich äußerte er sich über den Alibaba-Konzern, dessen Aktivitäten von E-Commerce über autonome Liefersysteme bis hin zum Gesundheitswesen und der Entwicklung autonomer Fahrzeuge reichen.
Viel Raum widmete er auch der Robotik und ihrer Anwendung in der Medizin und Gesundheitsversorgung. Laut Krajči handelt es sich dabei nicht mehr um technologische Demonstrationen für die Medien, sondern um reale Anwendungen, die das Potenzial haben, die Funktionsweise von Gesundheitssystemen grundlegend zu verändern.
Obwohl die Tschechische Republik seiner Meinung nach in diesen Bereichen hinterherhinkt, sieht Krajča Raum für Zusammenarbeit. Er verwies auf den jüngsten Besuch einer Delegation aus der chinesischen Provinz mit Sitz in Xi'an, die tschechischen Unternehmen eine Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Industrie und Logistik angeboten hat.
Abschließend betonte er, dass trotz politischer Provokationen und Bemühungen, die Zusammenarbeit zu behindern, reale und vielversprechende Möglichkeiten für die Entwicklung der Beziehungen zwischen der Tschechischen Republik und der Volksrepublik China bestehen. Seiner Meinung nach ist es wichtig, diese Chancen nicht zu übersehen und sie auf der Grundlage gegenseitigen Respekts und eines pragmatischen Ansatzes weiterzuentwickeln.
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