Die tschechische Regierung von Andrej Babiš hat am Montag, den 23. März, ihre reguläre Sitzung abgehalten. Das Kabinett billigte ein Memorandum über die verstärkte Zusammenarbeit mit der slowakischen Regierung, das die gegenseitigen Beziehungen zwischen den beiden Ländern deutlich stärken soll. Die Unterzeichnung des Dokuments durch den tschechischen und den slowakischen Premierminister wird für Dienstag, den 31. März, in einer erneuten gemeinsamen Kabinettssitzung erwartet.
Das Memorandum wurde anlässlich der Wiederaufnahme dieser gemeinsamen Verhandlungen ausgearbeitet. Sein Ziel ist es, konkrete Formen der Zusammenarbeit zwischen den Ministerien in einer Reihe von Bereichen zu fördern - von der Außenpolitik über Wirtschaft, Sicherheit und Verteidigung bis hin zu Tourismus und Sport. Es soll auch dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand beider Länder zu stärken und den regelmäßigen strategischen Dialog und die Koordinierung der Positionen innerhalb der Europäischen Union, der Nordatlantischen Allianz und der Visegrad-Gruppe zu vertiefen.
Die Regierung billigte auch den Arbeitsplan für die Gesetzgebung für den Rest dieses Jahres und den Ausblick auf die Jahre 2027 und 2028, der auf der Programmerklärung der Regierung, den Bedürfnissen der einzelnen Ministerien und den Verpflichtungen der Tschechischen Republik gegenüber der Europäischen Union beruht.
Bis Ende des Jahres sind insgesamt 114 Gesetzgebungsaufgaben vorgesehen. Dazu gehören ein Entwurf für ein Verfassungsgesetz, zwei Gesetzesvorlagen, fünfzehn Gesetzesentwürfe, zweiundsiebzig Gesetzesänderungen, vierzehn Entwürfe für Regierungsverordnungen und zehn Änderungen dieser Verordnungen.
Zu den wichtigsten Prioritäten gehören die Vorbereitung des Staatshaushalts für das kommende Jahr, der Gesetzesentwurf zur Steuerregistrierung, die Änderung des Rentenversicherungsgesetzes, die auf langfristige Nachhaltigkeit und eine gerechte Rentenindexierung abzielt, und das Gesetz über künstliche Intelligenz. Letzteres zielt darauf ab, die Rolle der Tschechischen Republik als aktiver Gestalter der europäischen Digitalpolitik auf dem Gebiet der KI zu stärken.
Das Kabinett beschloss auch eine personelle Veränderung. Lukáš Klučka, Erster Stellvertreter des Innenministers und gesetzlicher Vertreter des Ministeriums für Digitalisierung und innere Sicherheit, wurde mit Wirkung vom 23. März zum neuen Regierungsbeauftragten für Digitalisierung und strategische Sicherheit ernannt.
Regierung/gnews.cz - GH