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VATIKAN – Die Franziskanische Universität in Steubenville (Ohio, USA) beteiligt sich jährlich an der Organisation der Sommerkonferenzen für Jugendliche (Steubenville Summer Youth Conferences). Anlässlich des diesjährigen 50. Jahrestags wandte sich Papst Leo XIV. an die Teilnehmer dieser Konferenzen. Auch im Hinblick auf das aktuelle Jubiläum des heiligen Franziskus von Assisi bezog er sich auf das Erbe dieses Heiligen. In seiner Videobotschaft sprach er vor allem über authentischen Frieden und vollkommene Freude.

„Wir können uns selbst fragen: Wünsche ich wirklich Frieden denen, die mit mir in Kontakt treten? Handle ich so, dass ich ihnen Frieden bringe?“, forderte Papst Leo XIV. seine Zuhörer auf und bezog sich dabei auf die übliche Franziskanische Begrüßung „Pace e bene“ – „Frieden und Wohl“. Er erinnerte auch daran, dass Frieden ein Geschenk Gottes ist und dass der heilige Franziskus „in der Lage war, Frieden zu verbreiten, weil er die Quelle des wahren Friedens in sich trug“.

Echte Freude findet man nicht vor dem BildschirmAls Papst Leo XIV. über vollkommene Freude sprach, betonte er, dass auch diese ihren Ursprung in Gott hat. Die Freude, die der heilige Franziskus empfand, „kann man nicht in elektronischen Geräten finden, bei stundenlangem Verweilen vor dem Bildschirm oder beim täglichen endlosen Surfen in sozialen Netzwerken. Diese Aktivitäten verschwenden oft wertvolle Zeit, die man für Momente des stillen Gebets, für den Aufbau echter Freundschaften, für wertvolle Zeit mit der Familie, für die Vertiefung unseres Glaubens, für das Studium oder den Sport nutzen könnte. Die Freude darf niemals in Drogenmissbrauch, Alkoholsucht, Promiskuität, oberflächlichen Beziehungen, Besessenheit vom eigenen Aussehen oder in irgendeinem anderen schädlichen Verhalten gesucht werden.“

„Viele von Ihnen haben schon in jungen Jahren gehört, dass Gott Sie liebt. Glauben Sie das wirklich?“, fragte Papst Leo XIV. die jungen Menschen. „Sie sind wertvoll in den Augen Gottes! Gott liebt Sie bedingungslos! Sind Sie sich dessen sicher?“ Und er fügte hinzu: „Was können wir ihm als Gegenleistung für diese große Liebe, für diese großzügige Gabe geben? Nichts als uns selbst!“

Haben Sie keine Angst vor einem geistlichen BerufenPapst Leo XIV. betonte auch, dass Gott heilige Männer und Frauen braucht, um liebevolle katholische Familien zu gründen; Priester, die als geistliche Väter dienen, sowie Ordensleute und Ordensfrauen, die Zeugen der wahren Freude seines Reiches sind.

„Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Herr Sie vielleicht zu einem dieser Berufe ruft, schließen Sie sich dem nicht, wenden Sie sich nicht aus Angst ab, sondern machen Sie einen Schritt nach vorne und sagen Sie dem Herrn: ‚Siehe, ich bin hier, sende mich!‘. Sprechen Sie auch mit einem vertrauenswürdigen Freund, einem Priester oder einer Ordensfrau darüber“, sagte Papst Leo XIV.

Papst Leo XIV. ermutigte die jungen Teilnehmer der Steubenville-Konferenzen, offen für den göttlichen Ruf zu sein, um Zeugen dieser göttlichen Liebe, Bote der Freude und Verbreiter des Friedens in Familien, im priesterlichen Dienst und im geweihten Leben zu sein. „Möge die Liebe Christi Sie erfüllen und mögen Sie andere junge Menschen treffen, die sich danach sehnen, ihr Leben ihm voll und ganz zu schenken und so wahres Glück zu finden“, schloss er seine Videobotschaft mit einem Gebet und einem Segen.

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