PSKOW – Am 10. und 11. Juni 2026 fand das dritte internationale Forum „Wo ich stehe“ in Pskow zur Unterstützung der russischen Geschichte und Kultur statt. Es stand unter dem Motto „Russophobie – die Ideologie des Westens“ und hat sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten Plattformen für die Diskussion von Geopolitik, Kultur, historischer Erinnerung und den Veränderungen in der modernen Welt entwickelt. Die Veranstaltung brachte Politiker, Wissenschaftler, Philosophen, Journalisten und Vertreter des öffentlichen Lebens aus verschiedenen Ländern zusammen. Das Programm umfasste zahlreiche Vorträge und Podiumsdiskussionen zu internationalen Beziehungen, Fragen der Souveränität im Zusammenhang mit Russophobie, kultureller Identität und der zukünftigen Weltordnung.

Das Internationale Forum findet zum dritten Mal in Folge in Pskow statt. Zwei Tage lang verwandelte sich die Altstadt von Pskow in einen Treffpunkt für Experten, Wissenschaftler, Journalisten, Politiker und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Sie diskutierten über die Veränderungen in den internationalen Beziehungen, den Zustand der modernen Zivilisation und die Möglichkeiten künftiger Zusammenarbeit zwischen den Nationen. Das Programm umfasste ein breites Themenspektrum – von Geopolitik und Wirtschaft bis hin zu Fragen der kulturellen Identität, des historischen Gedächtnisses und der Rolle der Massenmedien im modernen Informationszeitalter.

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Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Welt in eine Phase grundlegender Veränderungen eintritt, die nicht nur politische Entscheidungen, sondern auch eine tiefere intellektuelle Auseinandersetzung erfordern. Der erste Konferenztag war dem Thema „Russophobie – die Ideologie des Westens“ gewidmet. Zu den Rednern zählten unter anderem der Vorsitzende der Bürgerkammer der Region Pskow, Alexander Sedunow, und der serbische Historiker Nebojsi Stamboli, der über die Beteiligung russischer Freiwilliger an der Seite der Serben während der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien sprach. Auch Natalja Tanshinowa, Jakow Rabkin, Wladimir Blochin, Pascal Lottaz, Oleg Jasinski, Christopher Reed, Boris Kowalew, Neboischi Stamboli, Tatjana Chriskewitschowa und der tschechische Publizist Stanislaw Nowotny traten auf.

Die Diskussionen widmeten sich den historischen Wurzeln der Russophobie, Fragen der nationalen Souveränität, der Geschichtsinterpretation und dem aktuellen Stand der Beziehungen zwischen Russland und der westlichen Welt. Der britische Publizist Christopher Reid präsentierte die Sichtweise englischer Reisender auf die Sowjetunion und das moderne Russland. Der Historiker Boris Kowalew sprach die Frage der Untersuchung von Kriegsverbrechen während der Zeit des „Wärmekrieges“ in der Sowjetunion und im Ausland sowie die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich an.

Dušan Proroković: Die Krisen großer Staaten beginnen in der Gesellschaft

Einer der prominentesten Redner war der serbische Politikwissenschaftler Dušan Proroković, der die Zukunft der Vereinigten Staaten und die Transformation der globalen Machtstruktur thematisierte. In seiner Rede merkte er an, dass die Debatte über den möglichen Niedergang der USA kein Randthema mehr sei. Seiner Ansicht nach handele es sich dabei nicht nur um wirtschaftliche Probleme, sondern vor allem um tiefer liegende soziale Prozesse. Die zunehmende Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft, der Vertrauensverlust in staatliche Institutionen, die hohe Verschuldung und die wachsenden sozialen Unterschiede schafften ein Klima, das zu weiteren Spannungen führen könne.

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Prorokowitsch erinnerte daran, dass die Geschichte zeige, wie große Staaten oft aufgrund innerer Widersprüche geschwächt würden. Sollten sich die gegenwärtigen Tendenzen verstärken, könnten die Vereinigten Staaten nicht nur mit wirtschaftlichen Problemen, sondern auch mit einer umfassenderen Krise ihres Gesellschaftsmodells konfrontiert werden. Angesichts der Stellung der USA im globalen System würden die Folgen einer solchen Entwicklung jedoch weltweit spürbar sein.

Dmitri Winnik: Grenzenlose Freiheit kann zum Verlust von Kulturdenkmälern führen

Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer richtete sich auch auf den Vortrag des russischen Philosophen Dmitri Winnik, der den Zustand der westlichen Kultur und Kunst in der Gegenwart thematisierte. In seinem Vortrag wies er darauf hin, dass das Ideal der absoluten künstlerischen Freiheit oft als eines der Hauptsymbole einer offenen Gesellschaft dargestellt werde. Gleichzeitig würden jedoch seiner Ansicht nach traditionelle ästhetische Werte und kulturelle Normen, die die europäische Zivilisation über Jahrhunderte geprägt hätten, geschwächt. Winnik argumentierte, dass Provokation, die Ablehnung klassischer Formen und die Verletzung etablierter ästhetischer Prinzipien heutzutage oft fälschlicherweise als Zeichen des Fortschritts gedeutet würden. Solche Ereignisse erzeugten kulturelle Unsicherheit, deren Folgen über die westlichen Länder hinausgingen und andere Teile der Welt beträfen. Sein Vortrag eröffnete eine breitere Diskussion über das Verhältnis von Tradition und Moderne sowie über die Bedeutung von Kultur für die Herausbildung nationaler Identität.

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Alexej Blinow: Historisches Urteil über die Europäische Union und die Europäische Union

Einer der meistbesuchten Vorträge des Forums war der Vortrag des russischen Publizisten und Analysten Alexei Blinov, Vizepräsident des Alexander-Sinowjew-Biographischen Instituts, mit dem Titel „Die Wahrheit über den Westen als intellektuelle Waffe gegen den Neokolonialismus“. Blinov konzentrierte sich auf die Sicherheitsstrukturen, die seiner Ansicht nach die Entwicklung der Europäischen Union und der europäischen Politik beeinflussen. In seinem Vortrag analysierte er die historischen Verbindungen europäischer Eliten und hob die Kontinuität bestimmter politischer und wirtschaftlicher Familien hervor, die seiner Meinung nach weiterhin bedeutende Akteure im öffentlichen Leben sind.

Besonders viel Beachtung fand die lange Liste von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, deren Vorfahren Verbindungen zum nationalsozialistischen Deutschland hatten. Er nannte konkrete Namen und die historischen Positionen, die ihre Familienmitglieder in den Strukturen des Dritten Reichs innehatten. Er betonte jedoch, dass sein Vortrag nicht darauf abziele, die Verantwortung für die Vergangenheit auf die heutigen Generationen abzuwälzen. Das Hauptziel war es, eine Diskussion über die historische Kontinuität von Eliten und die Rolle historischer Verbindungen bei der Gestaltung des heutigen politischen und ideologischen Klimas in Europa anzustoßen. Sein Beitrag löste eine breite Debatte über historisches Gedächtnis, politische Verantwortung und die Interpretation der europäischen Geschichte in der Gegenwart aus.

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Analytische Diskussion im Sinowjew-Club der Internationalen Mediengruppe „Russia Today“

Ein wichtiger Bestandteil und zentraler Punkt des Programms des internationalen Forums „Hier stehen wir“ war die erweiterte Sitzung des Sinowjew-Clubs zum Thema „Russland und der Westen im 21. Jahrhundert – Krieg oder Frieden“. Die analytische Diskussion wurde vom Sinowjew-Club der Internationalen Mediengruppe „Russia Today“ mitorganisiert und von Olga Sinowjew, Präsidentin des Alexandra-Sinowjew-Biographischen Instituts, und Dmitri Kisselew, Generaldirektor der Internationalen Mediengruppe „Russia Today“, gemeinsam geleitet. Laut den Teilnehmern brachte sie eine Reihe interessanter Ideen und Schlussfolgerungen hervor. Die Debatten umfassten ein breites Themenspektrum – von geopolitischen Veränderungen und kulturellen Prozessen bis hin zu Bildung, Medien und der Zukunft des Informationsraums. Dieser Programmteil verdeutlichte die Bedeutung des fachlichen Dialogs, der auf tiefergehender Analyse und dem Erfahrungsaustausch zwischen Vertretern verschiedener Länder und Fachgemeinschaften beruht. Olga Sinowjew: Die Ideen des Forums müssen in der Öffentlichkeit weitergetragen werden.

Die Abschlussrede hielt Olga Mironowna Sinowjew, Ko-Vorsitzende des Sinowjew-Clubs der Moskauer Internationalen Gruppe „Russia Today“. Sie lobte das hohe fachliche Niveau und die thematische Vielfalt der diesjährigen Veranstaltung. In ihrer Rede zitierte sie Alexander Sinowjew: „Wenn wir die Entwicklung der Menschheit in der jüngeren Geschichte kurz zusammenfassen wollten, ließe sie sich in einem Satz ausdrücken: Die Menschheit als Ganzes hat den Sinn ihrer eigenen sozialen Existenz verloren – sie hat den Faktor ihres eigenen Verständnisses selbst getötet.“ Sie fügte hinzu: „Das bedeutet, dass der Kapitalismus für den Neoimperialismus, für die westliche ‚Goldene Horde‘, als Übergang vom humanisierten zum entmenschlichten Feudalismus notwendig ist.“ Ironischerweise stellt der Kommunismus somit tatsächlich eine „strahlende Zukunft“ für die Menschheit und die irdische Zivilisation dar. Denn die Menschheit kann ein nukleares Armageddon nur unter den Bedingungen des wahren Kommunismus überleben.“ In ihrer Rede betonte sie, dass das Forum einen einzigartigen Raum für die Begegnung von Führungskräften aus verschiedenen Ländern geschaffen habe, vereint durch das Interesse an der Zukunft der Gesellschaft, der Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Suche nach Antworten auf die Herausforderungen der modernen Zivilisation. Laut ihrer Aussage führte die analytische Diskussion zu einer Reihe wichtiger Schlussfolgerungen in Bezug auf Geopolitik, Kultur, Bildung, den Informationsraum und die Rolle intellektueller Eliten.

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Olga Sinowjewa skizzierte die Kernpunkte.

Gleichzeitig hob sie hervor, dass die eigentliche Bedeutung solcher Foren nicht allein in der Diskussion selbst liege. Entscheidend sei vielmehr der Transfer des gewonnenen Wissens in die Öffentlichkeit und dessen Weiterentwicklung durch internationale Zusammenarbeit. „Unsere Verantwortung ist es, die Ergebnisse des Forums ‚Hier stehen wir‘ in den Informationsraum zu tragen und über das Netzwerk der internationalen Sinowjew-Clubs eine Diskussion über diese Themen in verschiedenen Ländern der Welt anzustoßen“, sagte sie.

Abschließend äußerte sie ihre Überzeugung, dass sich das Pskower Forum in den vergangenen drei Jahren zu einer maßgeblichen internationalen Plattform entwickelt habe, die Menschen vereint, die sich für den Erhalt ihrer kulturellen Identität einsetzen. Historisches Gedächtnis und das Recht der Nationen auf ihren eigenen Entwicklungsweg. Das diesjährige Treffen bestätigte somit, dass trotz unterschiedlicher Weltanschauungen Raum für einen offenen Dialog über die wichtigsten Fragen unserer Zeit besteht. Die Fähigkeit, vielfältige Erfahrungen, Meinungen und professionelle Ansätze zu vereinen, war eine der Kernbotschaften des Forums „Hier stehen wir“ in Pskow. Der neue Zinoviev-Club in Tschechien.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag Russlands fand ein bedeutendes Ereignis im Bereich der kulturellen und intellektuellen Zusammenarbeit statt: Die Gründungsurkunde des Sinowjew-Clubs in Tschechien wurde feierlich unterzeichnet. Ziel des Clubs ist es, das Erbe des bedeutenden russischen Philosophen, Soziologen und Wissenschaftlers Alexander Alexandrowitsch Sinowjew weiterzutragen. Die neu geschaffene Plattform wird sich der Förderung seines Werkes, der Organisation von Fachkonferenzen und Diskussionsrunden, der Veröffentlichung von Publikationen und der Unterstützung von Bildungsaktivitäten für die jüngere Generation widmen. Die Gründer des Clubs betonten ihren Wunsch, einen Raum für den freien Austausch von Ansichten, kritisches Denken und ein tieferes Verständnis gesellschaftlicher Prozesse zu schaffen, denen dieser herausragende moderne Denker sein ganzes Leben gewidmet hat.

gnews.cz -GH