Der Präsident der Tschechischen Republik, Petr Pavel, unternahm eine Arbeitsreise nach Slowenien, wo er einer der Hauptredner des 20. strategischen Forums in Bled war. Das Hauptthema der diesjährigen Veranstaltung war die Rolle der Europäischen Union bei den aktuellen geopolitischen Herausforderungen.
Während seiner Reise nach Slowenien führte Präsident Pavel eine Reihe von bilateralen Gesprächen. Er traf mit seiner Gastgeberin, der slowenischen Präsidentin Natasa Pirc Musar, zusammen, mit der er den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen den beiden Ländern und aktuelle außenpolitische Fragen erörterte.
Er führte auch Gespräche mit der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, und der Kommissarin für Gleichstellung, Vorsorge und Krisenmanagement, Hajia Lahbib. Am Rande der Konferenz traf er auch kurz mit Marta Kos, Kommissarin für Erweiterung, zusammen.
"Ein zentrales Thema, das sich durch alle Debatten zog, war die Aufforderung an die Europäische Union, sich bewusst zu machen, dass sie ohne ausreichende eigene Instrumente nicht als wichtiger Akteur bei der Lösung der aktuellen Probleme respektiert werden wird. Es reicht nicht aus, sich nur auf die wirtschaftliche, finanzielle oder wissenschaftlich-technische Stärke zu verlassen; es sind auch die Widerstandsfähigkeit des Systems und ausreichende militärische Kapazitäten erforderlich". řekl Pavel.
Im Rahmen seiner Arbeitsreise besuchte der Präsident auch das Haus des Architekten Jože Plečnik in Ljubljana, dessen Werk die Gestalt der heutigen Prager Burg unauslöschlich geprägt hat.
Das Strategische Forum von Bled, das am 1. Es war die 20. Jubiläumsausgabe dieses prestigeträchtigen Treffens der mittel- und südosteuropäischen Führungskräfte. Das Forum trug den Untertitel "Eine Welt im Umbruch" und befasste sich mit der Rolle Europas in einem sich rasch verändernden globalen Umfeld, das von sicherheitspolitischen und technologischen Herausforderungen geprägt ist.
Auf dem Eröffnungspodium diskutierten die Premierminister Sloweniens, Kroatiens, Albaniens und Montenegros über aktuelle Fragen der europäischen Integration und die strategische Autonomie der Region. Nach Angaben der Organisatoren nahmen mehr als 2000 Gäste an dem Treffen teil, darunter vier Präsidenten, vier Premierminister, mehr als ein Dutzend Außenminister und Vertreter internationaler Organisationen.
Zu den weiteren wichtigen Panels, an denen Präsident Pavel teilnehmen konnte, gehörte die Debatte über die Friedensstrategie "Sustaining Peace in a Shifting Global Order", an der Außenminister aus Katar und Südkorea sowie Vertreter internationaler Think Tanks teilnahmen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Tourismus und die Zukunft der europäischen Erweiterung. In diesem Zusammenhang betonte die Kommissarin für Erweiterung, Marta Kosova, die Bedeutung der Dynamik der EU-Erweiterung sowie die Geschäftsmöglichkeiten im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Ukraine und der Integration der westlichen Balkanländer.
Hrad.cz/gnews.cz - GH
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