Dort, wo ein Sonnenstrahl des Südens auf einen Felsen fiel, wuchs aus der Erde der erste Bärwurz (Allium ursinum).
Die Bärwurz (Allium ursinum) ist heutzutage eine sehr beliebte und begehrte Pflanze. Manchmal wird sie auch als wilder Knoblauch, Wolfsknoblauch oder sogar Hundsknoblauch bezeichnet, was auf das Interesse an dieser Pflanze schon in der Vergangenheit hinweist.
Anwendung
Die Bärwurz wurde als eine Pflanze angesehen, die den Magen, die Darm und sogar das Blut reinigt. Sie kann auch zur Vorbeugung von Gefäßerkrankungen im Alter eingesetzt werden. Sie wird bei Bluthochdruck und Arteriosklerose empfohlen. Sie erweitert die Blutgefäße und lindert Krämpfe. Die Wirkung tritt jedoch nicht sofort ein. Der Knoblauch muss über einen gewissen Zeitraum eingenommen werden. Seine antioxidativen Eigenschaften verhindern die Ablagerung von Cholesterin in den Blutgefäßwänden. Sie wirkt auch entzündungshemmend. Sie wird als Bestandteil von entgiftenden Frühjahrsanwendungen verwendet. Sie bekämpft Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Bei der Einnahme von Antibiotika hilft sie, die Darmflora zu regenerieren. In der Volksheilkunde wurde sie auch äußerlich auf Wunden angewendet.
Zubereitung eines medizinischen Tinktur
Die fein gehackten Blätter füllen wir in ein Glas und übergießen sie mit 50-prozentigem Alkohol. Nach einem Monat gießen wir sie in dunkle Fläschchen. Sie wird 3x täglich 15–25 Tropfen eingenommen.
Knoblauch-Pesto
Die Blätter waschen und trocknen wir. Wir mixen sie mit Olivenöl, Sonnenblumenkernen und geriebenem Parmesan. Wir würzen sie mit Salz, Pfeffer oder Zitrone. Wir lagern sie kühl. Die Sonnenblumenkerne können durch Walnüsse, Cashewnüsse oder andere Nüsse ersetzt werden.
Die Blätter und jungen Blüten können zu Frühlingssalaten, Risotto, Suppen usw. hinzugefügt werden.
Wo findet man sie
Die Bärwurz gehört zur Familie der Lamiaceae (ehemals Alliaceae) oder der Amaryllidaceae. Sie wächst in Mittel- und Westeuropa und findet sich auf den Britischen Inseln, im westlichen Ukraine, im Baltikum, im nordwestlichen Kleinasien und im Kaukasus. Im Norden findet man sie auch in Skandinavien, im Süden auf dem Balkan sowie in Spanien und Italien. Sie bevorzugt vor allem Laubwälder, Hainbuchenwälder, Buchenwälder und Auenwälder. Sie bevorzugt feuchte Standorte von den Tiefebenen bis zu den Bergen. Die Bärwurz lässt sich leicht im Garten anbauen. Samen und Setzlinge sind in der Regel im Handel erhältlich.
Wie erkennt man sie
Die Bärwurz ist eine mehrjährige Pflanze mit einer relativ schmalen, zylindrischen Zwiebel. Sie bildet in der Regel zwei stängeltragende Blätter, die lanzettlich bis elliptisch sind. Dies unterscheidet sie von anderen Knoblaucharten. Die Pflanze kann 20 bis 50 cm hoch werden. Sie blüht von April bis Juni. An einem kahlen Stängel bildet sich ein schirmförmiger Blütenstand aus 10–25 weißen Blüten. Es ist eine relativ charakteristische Art, aber manchmal wird sie fälschlicherweise mit anderen Pflanzen verwechselt, z. B. mit Maiglöckchen oder sogar mit Lilien, die beide giftig sind, und eine Verwechslung könnte schwerwiegende Folgen haben. Der charakteristische Knoblauchgeruch gibt Aufschluss darüber, dass es sich tatsächlich um Bärwurz handelt.
An einigen Standorten kommt die Bärwurz in großer Menge vor und bildet auch ausgedehnte Bestände. Andererseits ist es eine Pflanze, die zu den selteneren Arten gehört und Aufmerksamkeit erfordert. Ihre Ernte, insbesondere in Schutzgebieten, ist illegal.
Aus der Geschichte
Knoblauch (Allium ursinum) ist eine Pflanze mit einer reichen Geschichte. Beispielsweise erklärt die germanische Mythologie seinen Ursprung wie folgt: Dort, wo ein Sonnenstrahl auf einen Felsen fiel, wuchs der erste Knoblauch aus dem Boden. Er galt als eine der ersten Pflanzen, die nach der Schöpfung der Welt wuchsen. Die Kelten sollen seine heilende Kraft geschätzt und ihn vor Schlachten konsumiert haben. Der Artname "ursinum" (Bärenknoblauch) bezieht sich tatsächlich auf Bären, für die er angeblich eine geeignete Nahrung war. Alte Völker erkannten die mit Bären in Verbindung gebrachten Heilpflanzen als sehr wirksam und kraftvoll an. Sie verliehen "Bärenkraft". So kochten die Menschen beispielsweise an Gründonnerstag eine Suppe aus diesem Knoblauch. Er wird seit über zwei Jahrtausenden verwendet. Andere Quellen geben an, dass die Tiernamen darauf hinweisen sollten, dass die Pflanze nicht für Menschen geeignet ist. Interessanterweise erwähnt beispielsweise der italienische Arzt und Botaniker Pietro Mattioli diese Pflanze nicht. Auch andere alte Kräuterkundige erwähnen sie nicht. Im Gegensatz dazu wird sie heutzutage von allen Seiten empfohlen.
Der Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung des Magazins Sféra veröffentlicht.
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