Josef Nerušil, Mitglied des tschechischen Parlaments für die SPD, Regionalvorsitzender der Prager SPD und Stadtrat in Prag, sagte, dass der tschechisch-chinesische Handel trotz der Kritik an der derzeitigen Regierung weiterhin mit einer Rate von etwa 10 Prozent pro Jahr wachse. Seiner Meinung nach sollten die Beziehungen zwischen der Tschechischen Republik und China in erster Linie auf pragmatischen Überlegungen und gegenseitigem Respekt beruhen.
In seiner Rede kritisierte er den Ansatz der Europäischen Union zur Förderung der Elektromobilität und anderer Veränderungen in der Wirtschaft. „Ich bin in gewisser Weise ein Fan der Elektromobilität, aber nicht von der Art und Weise, wie die EU versucht, die Elektromobilität zu erzwingen“.“ sagte er. Auf der anderen Seite sieht er einen Vorteil in Chinas langfristigem Planungssystem. „Es ist den Fünfjährigen zu verdanken, dass die Entwicklung der Elektromobilität in China floriert.", sagte er.
Nerušil erinnerte auch an seine Erfahrungen im Ausland, vor allem in Afrika und Brasilien, wo seiner Meinung nach die chinesische Zusammenarbeit effektiver und fairer funktioniert als das von den Vereinigten Staaten propagierte Modell. „Die Zusammenarbeit zwischen China und Brasilien ist ein wenig anders. Brasilien liefert landwirtschaftliche Produkte und erhält im Gegenzug Technologie“.“ Er beschrieb.
Er bezeichnete auch die rein kommerzielle Dimension der Beziehungen als wichtig, ohne politische Ambitionen. „Ich denke, es sollte auf pragmatischen Überlegungen und auch auf gegenseitigem Respekt beruhen“.“ sagte er. Seiner Meinung nach hat die Tschechische Republik trotz ihrer Größe noch viel zu bieten und kann auf den bestehenden Beziehungen zu China aufbauen.
Er schloss mit einem Beispiel aus dem Technikmuseum Sinsheim, wo er sagte, dass der Kontrast zwischen dem gescheiterten deutschen Magnetschwebebahnprojekt und Chinas Entwicklung der Eisenbahntechnologie unterschiedliche Ansätze für die industrielle und technologische Entwicklung zeige.