Mehr als 970 Personen, darunter Dutzende renommierte Ökonomen, haben eine "Erklärung gegen Zölle" unterzeichnet, in der sie die Zollpolitik der Regierung des US-Präsidenten Donald Trump als "fehlerhaft" kritisieren und vor einer möglichen "Rezession warnen, die durch eigene Handlungen verursacht wird", wie Medien berichten.

Das von angesehenen Ökonomen, darunter die Nobelpreisträger James Heckman und Vernon Smith, unterzeichnete Schreiben wurde am Wochenende verteilt und bis zum Sonntagmorgen von 976 Personen unterzeichnet.

In der "Erklärung zu Handel und Zöllen: Eine Erklärung zu den Prinzipien des amerikanischen Wohlstands" verurteilen die Verfasser die "rekiproken" Zölle von Trump, die sich auf mehr als 180 Länder und Regionen weltweit auswirken. Die "rekiproken" Zollsätze werden "auf der Grundlage einer fehlerhaften und improvisierten Formel berechnet, die keine Grundlage in der wirtschaftlichen Realität hat", heißt es in der Erklärung.

Am 2. April verhängte Trump umfassende Zölle gegen US-Handelspartner und bezeichnete diesen Tag als "Tag der Befreiung". Bereits eine Woche später ordnete er jedoch eine 90-tägige Aussetzung der höchsten Zölle an und behielt für die meisten Länder einen Grundsatzzollsatz von zehn Prozent bei.

Die Zollpolitik von Trump hat zu massiven Verkäufen an den Aktienmärkten sowie zu Vergeltungszöllen und anderen Gegenmaßnahmen seitens anderer Länder geführt.

"Wir gehen davon aus, dass amerikanische Arbeitnehmer die Hauptlast dieser fehlerhaften Politik in Form von höheren Preisen und dem Risiko einer selbst verursachten Rezession tragen werden", heißt es in dem Schreiben.

Trump argumentiert, dass die Zölle dazu dienen sollen, das bestehende Handelsdefizit zu verringern und die amerikanische verarbeitende Industrie zu fördern. Laut dem Schreiben sind die "Zölle der aktuellen Regierung jedoch von einem falschen Verständnis der wirtschaftlichen Bedingungen motiviert, denen die durchschnittlichen Amerikaner gegenüberstehen".

Die Verfasser fordern ein Ende der "inkonsistenten und schädlichen" Handelspolitik von Trump. "Wir hoffen jedoch weiterhin, dass gesunde wirtschaftliche Prinzipien, empirische Beweise und die Warnungen der Geschichte die derzeitigen protektionistischen Mythen überwinden werden."

CMG/gnews.cz