Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ging mit weiteren Spielen der ersten Runde der K.O.-Phase weiter. Spanien besiegte Österreich mit 3:0, Portugal gewann einen schwierigen Kampf gegen Kroatien mit 2:1, und die Schweiz setzte sich gegen Algerien mit 2:0 durch. Alle drei europäischen Teams sind somit weiter.
Spanien zeigte gegen Österreich die überzeugendste Leistung von diesem Trio. Der Sieg mit 3:0 zeigte, dass das Team nach einem holprigen Start ins Turnier die richtige Gangart gefunden hat. Spanien begann die Gruppenphase mit einem torlosen Unentschieden gegen Kap Verde, hat sich aber seitdem gesteigert und wirkt in der K.O.-Phase deutlich sicherer. Gegen Österreich hatten sie das Spiel unter Kontrolle, waren präziser im Passspiel und konnten ihre Spielüberlegenheit in einen deutlichen Sieg umwandeln.
Österreich verabschiedete sich von der Weltmeisterschaft nach einem Spiel, in dem ihm an Angriffskraft fehlte. In der Gruppe hatte es Jordanien geschlagen und war im Rennen um den Aufstieg geblieben, aber gegen Spanien traf es auf einen Gegner, dem es wenig Raum ließ. Das Ergebnis von 0:3 ist hart, spiegelt aber den Unterschied in der Qualität und Erfahrung in entscheidenden Momenten wider.
Portugal hatte gegen Kroatien deutlich größere Probleme, als das Ergebnis allein vermuten lässt. Die Kroaten gingen in der zweiten Halbzeit durch Ivan Perišić in Führung und setzten Portugal lange unter Druck. Ein entscheidender Moment kam nach einem Eingriff des VAR, woraufhin Portugal einen Elfmeter zugesprochen bekam. Cristiano Ronaldo verwandelte diesen und brachte sein Team zurück ins Spiel. Für Kroatien war dies ein harter Rückschlag, da es bis dahin das Spiel sehr gut kontrolliert hatte.
Das Ende brachte dann noch mehr Dramatik. Gonçalo Ramos brachte Portugal in der Nachspielzeit mit 2:1 in Führung, aber die Kroaten versuchten in den letzten Minuten den Ausgleich zu erzielen. Ihre Freude wurde jedoch durch einen weiteren Eingriff des Videos beeinträchtigt, der ein Tor wegen Abseits annullierte. Dieser Moment löste die größten Emotionen aus. Der kroatische Trainer Zlatko Dalić sprach nach dem Spiel von einer schlechten Spielleitung, obwohl er hinzufügte, dass er die Schiedsrichter nicht als Ausrede benutzen wolle. Der portugiesische Trainer Roberto Martínez verteidigte hingegen die Entscheidungen und argumentierte, dass der Elfmeter und das Abseits korrekt beurteilt wurden.
Kroatien beendet das Turnier nach einem Spiel, in dem es nicht weit von einer Verlängerung und möglicherweise einem weiteren großen Erfolg in der K.O.-Phase entfernt war. Für das Team um den vierzigjährigen Luka Modrić könnte dies das Ende einer außergewöhnlichen Generation bei Weltmeisterschaften bedeuten. Portugal überstand hingegen einen schwierigen Abend, meisterte den Druck und die strittigen Momente und zieht ins attraktive Duell mit Spanien ein.
Die Schweiz setzte sich gegen Algerien mit 2:0 durch und bestätigte erneut, dass sie zu den am besten organisierten Teams des Turniers gehört. In Gruppe B belegte es den ersten Platz, nachdem es den entscheidenden Kampf gegen Kanada gewonnen hatte, und baute in der K.O.-Phase mit einer weiteren soliden Leistung darauf auf. Die Schweiz wirkt sehr ausgeglichen: Sie ist nicht aufdringlich, aber sie kann Spiele kontrollieren, Disziplin bewahren und die Fehler des Gegners bestrafen.
Algerien fand gegen die Schweiz keinen Weg, um mehr Druck auszuüben. Nach dem Aufstieg aus der Gruppe hatte es die Chance auf eine Überraschung, aber die Schweizer Spielorganisation ließ es nicht zu. Der Sieg mit 2:0 ist für die Schweiz ein Ergebnis, das genau zu ihrem Turnierverhalten passt – Ruhe, Ordnung, Effizienz und minimale unnötige Komplikationen.
Interessant ist, dass die Schweiz bisher wie ein Team wirkt, das sich dank seiner Zuverlässigkeit weit in der K.O.-Runde entwickeln kann. Es muss den Gegner nicht mit einem großen Unterschied übertrumpfen, sondern verliert selten die Kontrolle über das Spiel. In einem Turnier, in dem Deutschland und die Niederlande bereits im Elfmeterschießen ausgeschieden sind, ist eine solche Stabilität ein enormer Vorteil.
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