Kurzer Überblick über die wichtigsten Ereignisse des Tages:

  • Paramount muss die Übernahme von Warner Bros. aussetzen.

  • Brookfield kauft LXP für 5,2 Milliarden Dollar.

  • Vår Energi fusioniert mit BlueNord.

  • Segro lehnt das Angebot von Prologis ab.

  • Sleep Country kauft Teile der Vermögenswerte von Sleep Number.

  • Siemens stärkt Software für Chip-Design.

  • Der Ölpreis sinkt aufgrund von Nachrichten über Vermittlungsbemühungen.

Ausländische Investitionen

Immobiliengeschäfte und Technologieübernahmen dominierten den Wochenbeginn. Brookfield Asset Management und CPP Investments haben sich darauf geeinigt, den amerikanischen Industrieimmobilienfonds LXP Industrial Trust für 5,2 Milliarden Dollar einschließlich Schulden und Vorzugsaktien zu übernehmen. Aktionäre erhalten 61,20 Dollar pro Aktie in bar. Laut einer am 20. Juli veröffentlichten Erklärung besitzt LXP Industrial Trust ein Portfolio mit 108 modernen Logistikimmobilien mit einer Gesamtfläche von etwa 53 Millionen Quadratfuß in den USA. Der Deal unterstreicht das Interesse der Investoren an Lagerhallen, Logistik und Immobilien im Zusammenhang mit der Umstrukturierung von Lieferketten.

Im Gesundheitswesen gab Tempus AI bekannt, dass sie das Unternehmen Personalis für rund 1,5 Milliarden Dollar übernehmen werden. Der Deal soll das Onkologie-Portfolio des Unternehmens durch Tests für personalisierte Medizin und die Überwachung von Krebsrückfällen stärken. Aktionäre von Personalis erhalten 16,25 Dollar pro Aktie, hauptsächlich in Form von Aktien von Tempus AI. Die Vereinbarung baut auf einer früheren Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen auf und zeigt, wie Genomik, Diagnostik und künstliche Intelligenz im medizinischen Bereich zusammenwirken.

Der Energiesektor verzeichnete eine weitere große europäische Transaktion. Das norwegische Unternehmen Vår Energi und BlueNord haben eine Fusion angekündigt, die den größten unabhängigen Öl- und Gasproduzenten in Europa schaffen soll. Aktionäre von BlueNord erhalten 248,4 Millionen neue Aktien von Vår Energi sowie 1,964 Milliarden norwegische Kronen in bar. Das italienische Unternehmen Eni wird nach Abschluss der Transaktion weiterhin Mehrheits- und strategischer Aktionär mit einem Anteil von etwa 57,33 Prozent sein. Die Bedeutung des Deals liegt in der Stärkung der Ölförderung im Nordseegebiet und der Energieversorgung für Europa.

Im Bereich der Logistikimmobilien geht es auch um den Kampf um das britische Unternehmen Segro. Das Unternehmen lehnte ein weiteres Angebot des amerikanischen Wettbewerbers Prologis ab, das eine Kombination aus Aktien und einer Barzahlung von bis zu 2,7 Milliarden Pfund vorsah. Laut einer Börsenmitteilung vom 20. Juli bewertete das Angebot eine Aktie von Segro mit 993 Pence, was vom Verwaltungsrat einstimmig als unzureichend abgelehnt wurde, insbesondere angesichts der langfristigen Wachstumsaussichten des Portfolios.

Zu den Einzelhandelsübernahmen gehört die kanadische Sleep Country Canada, die im Rahmen eines gerichtlich angeordneten Verkaufsprozesses einen wesentlichen Teil der Vermögenswerte des amerikanischen Unternehmens Sleep Number erwirbt. Das Unternehmen gab an, dass es nach der Fusion über mehr als 800 Filialen verfügen und zum zweitgrößten Anbieter von Schlafprodukten weltweit werden wird. Gleichzeitig kündigte das deutsche Unternehmen Siemens die Übernahme des privaten Unternehmens Precision Innovations an, dessen Software Herstellern von Halbleitern hilft, Chips mithilfe von KI-Tools schneller zu entwickeln.

Wichtige Ereignisse mit globaler Bedeutung

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Ein US-Gericht hat sich in eine der größten Medienfusionen des Jahres eingemischt. Laut Reuters muss Paramount Skydance die Übernahme von Warner Bros. Discovery für 110 Milliarden Dollar bis zum 3. August aussetzen. Die vorläufige Verfügung wurde von Richterin Araceli Martínez-Olguínová nach einer Klage einer Koalition von 12 US-Bundesstaaten unter Führung Kaliforniens erlassen. Die Bundesstaaten argumentieren, dass die Fusion den Wettbewerb im Film- und Fernsehbereich einschränken und die Preise für Verbraucher erhöhen könnte. Der Streit ist auch wichtig für den Wettbewerb zwischen großen Studios und Plattformen wie Netflix, Disney, Amazon und Apple.

Auf den Märkten hat sich die Situation rund um Öl derweil etwas beruhigt. Reuters berichtete, dass asiatische Aktien am 21. Juli stiegen, da Vermittlungsbemühungen im Nahen Osten die Ölpreise von ihren Höchstständen des Monats zurückdrückten. Investoren beobachten jedoch weiterhin die Spannungen rund um den Iran, mögliche Auswirkungen auf die Inflation und die Ergebnisse von Technologieunternehmen, die die Widerstandsfähigkeit der Investmentthesen rund um künstliche Intelligenz überprüfen sollen.

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