Die Prager Börse stagnierte gestern, der Index PX sank um nur 0,09 Prozent. Die Inflation im Juni verlangsamte sich laut vorläufiger Schätzung des tschechischen Statistikamtes auf 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und liegt damit unterhalb des Ziels der Zentralbank – dazu trug der Rückgang der Kraftstoffpreise bei. Benzin hingegen verteuert sich um 21 Haléř pro Liter. Premierminister Babiš versprach vor dem NATO-Gipfel in Ankara, die Verteidigungsausgaben im Jahr 2027 über zwei Prozent des BIP zu erhöhen.
Die Prager Börse stagnierte gestern. Der Index PX sank um nur 0,09 Prozent auf 2613,26 Punkte. Von den führenden Titeln profitierten die Aktien von Erste Bank und Moneta Money Bank, während Komerční banka, die Versicherung VIG und das Energieunternehmen ČEZ Verluste verzeichneten. Von den kleineren Emittenten verbesserten sich die Aktien des Tabakunternehmens Philip Morris, während die Wertpapiere der Rüstungsunternehmen hingegen schwächer wurden. Am Freitag vor den Feiertagen schloss der PX erstmals seit April über dem Niveau von 2600 Punkten.
Die Inflation im Juni sank laut vorläufiger Schätzung des tschechischen Statistikamtes monatlich um 0,3 Prozent und stieg jährlich nur um 1,5 Prozent. Damit liegt das Tempo der Teuerung unterhalb des Zwei-Prozent-Ziels der Tschechischen Nationalbank. Dazu trug insbesondere der Rückgang der Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit einer Beruhigung der Lage im Nahen Osten bei. Die endgültigen Daten werden vom tschechischen Statistikamt am 10. Juli veröffentlicht.
Die Preise für Kraftstoffe steigen. Der maximal zulässige Preis für Benzin steigt um 21 Haléř auf 41,31 Kronen pro Liter, Diesel kann höchstens 37,29 Kronen pro Liter kosten, also 13 Haléř mehr. Die Regierung hat die Preisregulierung für Kraftstoffe vorläufig bis zum 19. Juli verlängert.
Premierminister Andrej Babiš versprach vor dem NATO-Gipfel in Ankara, dass die Regierung im Jahr 2027 die Verteidigungsausgaben über das obligatorische Minimum von zwei Prozent des BIP erhöhen wird, gegenüber derzeit etwa 1,8 Prozent. Die Erhöhung entspricht rund 36 Milliarden Kronen gegenüber den diesjährigen 154,8 Milliarden und wird sich in der Erstellung des Staatshaushalts für das nächste Jahr widerspiegeln.
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