Die Prager Börse verlor am Mittwoch alle Gewinne vom Dienstag, und der Index PX schwächte sich um mehr als ein Prozent. Der Tschechische Rundfunk meldete eine Rekordmenge an Fernsehgebühren, die im vergangenen Jahr 6,3 Milliarden Kronen überstieg. Ab November 2026 steht der Dienst "Jetzt kaufen, später bezahlen" vor einem grundlegenden regulatorischen Wandel, der künftig unter die Aufsicht der Tschechischen Nationalbank fallen wird. Allwyn verzeichnete im ersten Quartal 2026 solide Ergebnisse. Der Regulierer weist gleichzeitig darauf hin, dass teurere Immobilien beginnen, das Wirtschaftswachstum zu bremsen.
Die Prager Börse gab am Mittwoch alle Gewinne vom Dienstag ab. Der Index PX schwächte sich um 1,09 Prozent auf 2.521,12 Punkte, und die meisten wichtigen Titel verzeichneten Verluste. Die Aktien des Energieunternehmens ČEZ verloren mehr als ein Prozent. Ausnahme war der Hersteller von Drohnen, Primoco, dessen Aktien den Tag im positiven Bereich abschlossen.
Der Tschechische Rundfunk nahm im vergangenen Jahr 6,34 Milliarden Kronen an Fernsehgebühren ein, was 600 Millionen Kronen mehr als im Vorjahr und gleichzeitig 188 Millionen Kronen mehr als geplant ist. Der deutliche Anstieg ist vor allem auf die Erhöhung der Gebühr von 135 auf 150 Kronen im vergangenen Mai sowie auf die Erweiterung des Kreises der Zahler zurückzuführen.
Dienste für Zahlungen auf Raten wie "Jetzt kaufen, später bezahlen" werden ab dem 20. November 2026 einer grundlegenden Verschärfung unterzogen. Für alle BNPL-Dienste gilt ab dann vollständig das Gesetz über Konsumentenkredite. Anbieter müssen künftig die Einkommen, Ausgaben und Einträge in den Registern jedes Antragstellers überprüfen, und zwar auch bei kleineren Einkäufen. Große Online-Händler müssen entweder eine Lizenz von der Tschechischen Nationalbank erwerben oder mit lizenzierten Finanzpartnern zusammenarbeiten. Die Regulierung ist eine Umsetzung der europäischen Richtlinie CCD2, die eine Ausnahme aufhebt, die es bisher ermöglichte, Zahlungen auf Raten ohne strenge Bankvorschriften anzubieten. Kurzy.cz
Allwyn meldete laut Analysten im ersten Quartal 2026 sehr solide Zahlen. Das Lotterieunternehmen bestätigte die anhaltende Beschleunigung der Erträge und die stabile Leistung seines Portfolios, wobei die Ergebnisse eine positive Entwicklung im Bereich Unterhaltung und Spiele bestätigen.
Teurere Immobilien werden zu einer Bremsklotz für die tschechische Wirtschaft. Analysten weisen darauf hin, dass steigende Wohnpreise sich über die sogenannte imputierte Miete in der Inflation niederschlagen und gleichzeitig die Mobilität der Arbeitskräfte einschränken. Bei den derzeitigen Hypothekenzinsen von rund 5,3 Prozent ist die Erschwinglichkeit des Eigenheimbesitzes für einen großen Teil der Haushalte weiterhin stark eingeschränkt.
gnews.cz - GH
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