Kurzer Überblick der wichtigsten Ereignisse des Tages:
Fasset hat 68 Millionen Dollar von Investoren erhalten
SBI Group leitete eine neue Finanzierungsrunde für Fasset
Valerio kauft Ethernu für 30 Millionen Euro
Santos erweitert die australischen Gasaktivitäten
Shell sucht Käufer für amerikanische Chemieanlagen
ExxonMobil und LyondellBasell prüfen Angebote von Shell
Volkswagen plant die größte Umstrukturierung seiner Geschichte
Aktien und Öl haben die Woche mit einem Rückgang begonnen
Ausländische Investitionen
Das Finanz-Technologieunternehmen Fasset hat 68 Millionen Dollar in einer Serie-C-Investitionsrunde erhalten, die von der japanischen SBI Group geleitet wurde. Das Unternehmen wurde laut einer Pressemitteilung über Business Wire mit einer Milliarde Dollar bewertet. Die Mittel sollen zur Entwicklung der Plattform Own Network verwendet werden, die Banken, Telekommunikationsanbieter und Zahlungsdienstleister mithilfe von Stablecoins und tokenisierten Vermögenswerten verbindet. Fasset hat dieses Jahr bereits 51 Millionen Dollar in einer Serie B erhalten, an der unter anderem der europäische Investor Speedinvest beteiligt war. Das Unternehmen gibt mehr als drei Millionen Wallets und ein jährliches Transaktionsvolumen von über 40 Milliarden Dollar an.
Im Pharmabereich hat das französische Unternehmen Valerio Therapeutics einen endgültigen Vertrag für den Erwerb des belgischen Unternehmens Etherna Immunotherapies unterzeichnet. Der Wert der Transaktion beträgt 30 Millionen Euro und wird durch eine Kombination aus Bargeld und Aktien finanziert. Gleichzeitig erhielt Valerio 40,25 Millionen Euro durch eine private PIPE-Kapitalerhöhung von bestehenden und neuen Investoren. Ziel ist es, eine Plattform für die Entwicklung von RNA-Therapeutika zu schaffen, die die Lipidnanopartikeltechnologie von Etherna mit den eigenen Systemen von Valerio zur gezielten Medikamentenverabreichung in Zellen kombiniert.
Das australische Energieunternehmen Santos hat zusammen mit seinen Partnern TotalEnergies, PETRONAS und KOGAS eine Vereinbarung über den Kauf des Greater Meridian CSG-Projekts in Queensland von Westside Corporation und Mitsui E&P Australia unterzeichnet. Der Gesamtpreis des Projekts beträgt 430 Millionen australische Dollar, was etwa 310 Millionen US-Dollar entspricht. Santos erhält einen Anteil von 30 Prozent und wird Betreiber sein, wobei die Nettoinvestitionskosten zwischen 85 und 90 Millionen Dollar liegen sollen. Die Akquisition soll die eigene Gasproduktion für das GLNG-Projekt erhöhen.
Auch in der Chemieindustrie steht ein großer Verkauf bevor. Der Financial Times berichtete, dass Shell Käufer für amerikanische Chemieanlagen sucht, deren Wert bis zu acht Milliarden Dollar erreichen könnte. Zu den Interessenten sollen ExxonMobil, LyondellBasell, die Investmentgruppe Apollo Global Management und die chemische Division von Kuwait Petroleum Corporation gehören. Zum Portfolio gehören Anlagen in Louisiana, Texas und Pennsylvania. Damit setzt Shell seine Strategie fort, weniger profitable Vermögenswerte zu veräußern und Kapital in die Kerngeschäfte Öl, Gas und Handel zurückzuführen.
Wichtige Ereignisse mit globaler Bedeutung
Die globale Automobilindustrie steht weiterhin unter dem Druck hoher Kosten, schwacher Nachfrage und chinesischer Konkurrenz. Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Oliver Blume, sagte laut der deutschen Zeitung Bild, dass die Branche eine außergewöhnlich tiefe Krise durchlebe. Am 24. August berichtete Reuters gleichzeitig über wachsende Nervosität bei den Mitarbeitern aufgrund einer umfassenden Umstrukturierung. Der Konzern, zu dem auch Škoda Auto gehört, erwägt, bis zu 50.000 Arbeitsplätze abzubauen, Produktionskapazitäten zu reduzieren und weitere Einsparungen vorzunehmen. Blume hatte bereits zuvor darauf hingewiesen, dass die Gemeinkosten von Volkswagen um mehr als 30 Prozent höher seien als bei einigen Wettbewerbern. Probleme bestehen weiterhin in Form amerikanischer Zölle und des schnellen Aufstiegs chinesischer Automobilhersteller in Europa.
Die globalen Finanzmärkte begannen die Woche mit einem Rückgang. Laut Reuters schwächten sich asiatische Aktien, während Brent um etwa 1,4 Prozent und das US-amerikanische Öl WTI um rund 1,6 Prozent fielen. Investoren warten auf neue US-Sanktionen gegen den Iran und weitere Signale zur Geldpolitik. AP berichtete, dass die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei etwa 4,7 Prozent liegt. Hohe Zinsen, geopolitische Spannungen und teure Finanzierungen stellen weiterhin die Hauptrisiken für Investitionen und das Wachstum der Weltwirtschaft dar.
gnews.cz - GH
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