Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden in Tschechien 418 Unternehmensinsolvenzen verhängt – die höchste Zahl seit dem Jahr 2017. Die Regierung hat in ihrer letzten Sitzung vor den Ferien einen Gesetzesentwurf zur Diskussion gestellt, der die Übertragung von Fahrzeugen ohne Besuch einer Behörde erleichtern soll. Die Nationale Entwicklungsbank startet ein neues Bürgschaftsprogramm namens NRB Garant Invest EU für kleine und mittlere Unternehmen. Die Berichtssaison an der Prager Börse erreicht ihren Höhepunkt – am Donnerstag, den 30. Juli, berichten Komerční banka, Erste Bank und die Immobilienholding CTP.
Im ersten Halbjahr dieses Jahres verhängten Gerichte in Tschechien 418 Unternehmensinsolvenzen, was die höchste Zahl seit dem Jahr 2017 darstellt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von neun Prozent. Gleichzeitig haben die Gerichte bis Ende Juni dieses Jahres 678 Insolvenzanträge bearbeitet, was einem Anstieg von 22 Prozent gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr entspricht. Dies geht aus einer Analyse des Unternehmens CRIF – Czech Credit Bureau auf der Grundlage von Daten des Portals Informace o firmách hervor.
In ihrer letzten Sitzung vor den Regierungsgrenzen diskutierte das Kabinett von Andrej Babiš einen Gesetzesentwurf, der die Übertragung von Fahrzeugen ohne Besuch einer Behörde oder die Zustellung von Kennzeichen und Zulassungsbescheinigungen an Ausgabestationen ermöglicht. Ziel ist es, den administrativen Aufwand für Bürger und Unternehmen zu vereinfachen.
Die Nationale Entwicklungsbank startet ein neues Programm namens NRB Garant Invest EU, das die bisherige Nationale Bürgschaft ersetzt und weiterhin kleine und mittlere Unternehmen unterstützt. Unternehmen können alle Formalitäten, einschließlich der staatlichen Bürgschaft, direkt bei ihrer Geschäftsbank erledigen, ohne separate Anträge an die NRB stellen zu müssen. Das Programm konzentriert sich auf Kredite von 0,5 bis 20 Millionen Kronen, wobei die staatliche Bürgschaft bis zu 70 Prozent des Betrags abdeckt.
Die Berichtssaison an der Prager Börse wird am Donnerstag, den 30. Juli, fortgesetzt, wenn Komerční banka, Erste Bank und die Immobilienholding CTP ihre Geschäftsergebnisse für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 veröffentlichen. Analysten von Česká spořitelna Research geben an, dass die Aktien der Komerční banka sich leicht unterhalb von 1.000 Kronen pro Aktie handeln, ohne wesentliche fundamentale Nachrichten, und der Markt konzentriert sich auf die Ergebnisse, die am Donnerstag erwartet werden.
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