PRAG - Das Justizministerium erhielt dieses Jahr ein ungewöhnliches Geschenk von einem wegen Drogenhandels verurteilten Mann - 468 Stück der Kryptowährung Bitcoin. Nach den Erkenntnissen des Nachrichtenservers Deník N wurde die Spende anschließend durch Auktionen monetarisiert, bei denen der Staat fast 1 Mrd. CZK einnahm. Die Informationen wurden von Justizminister Pavel Blažek (ODS) bestätigt, der bestritt, dass die Annahme der Spende in irgendeiner Weise unethisch war. "Die Gerichte haben nicht bewiesen, dass die Bitcoins aus einer kriminellen Aktivität stammen", sagte Blažek. Er sagte, das Ministerium halte sich an den rechtlichen Rahmen und die Annahme der Spende stelle keinen Verstoß dar.

In diesem Fall handelt es sich bei der Schenkung von Kryptowährung, die der Staat in der Regel in Strafsachen sicherstellt, um eine freiwillige Übertragung von Eigentum durch eine Person, die wegen eines Drogendelikts verurteilt wurde. Einzelheiten über die Identität des Spenders und die genaue Methode der Monetarisierung wurden vom Ministerium nicht bekannt gegeben.

Vertreter der NCOZ untersuchen jedoch die Umstände des gesamten Falles, insbesondere, ob die Spende Teil eines umfassenderen Versuchs zur Wäsche von Erträgen aus Straftaten war, so Deník N. Angesichts des hohen Marktwerts von Kryptowährungen und ihrer Anonymität handelt es sich um einen heiklen Präzedenzfall, der Auswirkungen auf die künftige Vorgehensweise staatlicher Institutionen bei ähnlichen Spenden haben könnte. Das DOJ hat zugesagt, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten und besteht darauf, dass es im Einklang mit dem Gesetz und dem öffentlichen Interesse gehandelt hat.

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