Das klassische Stück von William Shakespeare steht auf dem Spielplan des Theaters Vinohrady

Bitte beachten Sie: Für den 31. Januar, den 1. Februar und den 19. Februar um 19.00 Uhr können noch Karten erworben werden.

Romeo a Julie
Dank William Shakespeare (1564-1616) sind die beiden jungen Veroneser Liebenden vielleicht das berühmteste Liebespaar der europäischen Kultur; sie sind auch denjenigen bekannt, die die Tragödie des berühmten Elisabethaners nie gesehen oder gelesen haben. Das Stück ist auch das größte Fest der Liebe, des menschlichen Gefühls, das in seiner schutzlosen Verletzlichkeit Vorurteilen, familiären Ressentiments, Intrigen, Spott und Hass standhalten kann.

Ein großes Schauspielhaus sollte regelmäßig zu diesem Stück zurückkehren und diese Erfahrung der Emotionen immer wieder an neue Zuschauergenerationen vermitteln - und ältere Generationen daran erinnern. Eine Geschichte voller gefährlicher und tödlicher Straßenschlachten, aber auch voller emotionaler Bekenntnisse, mit einer berühmten Balkonszene, Mercutios unvergesslichem Monolog über die Traumkönigin Mab und dem Streit der Liebenden nach einer Liebesnacht, mit der Frage, ob der Morgensänger, der sie weckt, eine Nachtigall oder eine Lerche ist, und mit dem vorgetäuschten Selbstmord, der zum tragischen Schluss des Stücks entweicht, hat viele Bearbeitungen erfahren - auch in Film, Oper, Ballett, Musical. Es schadet daher nicht, zu seiner ursprünglichen Form zurückzukehren, wie sie Europas bis heute meistgespielter Autor vor vierhundertzwanzig Jahren geschrieben hat - und in Jiří Joseks zeitgenössischer Übersetzung die kraftvolle Geschichte ohne dekorative Modernisierung in ihrer wesentlichen Bühnenwirksamkeit erklingen zu lassen.

Romeo und Julia bietet sowohl den Produzenten als auch dem Publikum die seltene Gelegenheit, in die Welt der Poesie, der Phantasie und der tiefen Gefühle zurückzukehren, Werte, die heute so oft fehlen und die in dem ultimativen dramatischen Gedicht der physischen Gewalt, dem Pragmatismus, der Intrige und dem abgrundtiefen Hass gegenübergestellt werden. Ein solcher dramatischer Konflikt zwischen den beiden Extremen der menschlichen Existenz in dieser Welt kann uns ein neues Verständnis für die höhere Bedeutung der Liebe in unserem täglichen Leben vermitteln.

Die Premiere war am 12. Dezember 2015

Die Musik wurde vom Epoque-Orchester und Martinů Voices unter der Leitung von Tomáš Brauner aufgenommen.

Laufzeit: 170 Minuten

Schöpfer

Übersetzung:Jiri Josek
Regie und Schnitt:Juraj Deák
Dramaturgische Zusammenarbeit:Jan Vedral
Schauplatz:David Bazika
Kostüme:Sylva Zimula Hanáková
Musik:Ondřej Brousek
Zusammenarbeit in der Bewegung:Adéla Stodolová
Fechten:Petr Nůsek ARGO
Sprachliche Zusammenarbeit:Regina Szymiková
Stellvertretender Direktor:David Steigerwald

Gießen

Romeo, Montekův syn Marek Lambora
Julie, die Tochter von Capulet Sabina Rojková
Mercuzio, der Freund von Romeo Ondřej Kraus
Tybald, der Neffe von Frau Capulet Marek Holý
Benvolio, Romeos Freund Jiří Roskot
Capulet Svatopluk Skopal
Paní Capuletová Antonie Talacková
Chůva Tereza Bebarová
Montek Otakar Brousek ml.
Paní Monteková Eva Režnarová
Paris, ein junger Adliger Daniel Bambas
Pater Lorenzo, Franziskanermönch Igor Bareš
Chorus Tomáš Dastlík
Peter, der Diener von Julies Kindermädchen Vojtěch Bartoš
Escalus, Herzog von Verona Tomáš Töpfer
Abraham, Montague's Diener, Bruder Johannes, Franziskanermönch David Steigerwald
Samson, Gregory, Castrol, Anton (Diener des Hauses Capulet), Apotheker, Bürger von Verona Lukáš Kofroň / Jan Battěk / Mimischer Chor des Theaters Vinohrady