LONDÝN, 5. Mai. Der japanische Automobilhersteller Nissan plant, 10 % der Arbeitsplätze in Europa abzubauen und zwei Produktionslinien im Werk in Sunderland, Großbritannien, zusammenzulegen, wie die Zeitung Financial Times berichtet.

Von den insgesamt 9300 Mitarbeitern in Europa könnten etwa 900 Arbeitsplätze in Großbritannien, Spanien und Frankreich gestrichen werden, so die Zeitung. Das Unternehmen befinde sich derzeit in Gesprächen mit dem chinesischen Unternehmen Chery und anderen potenziellen Partnern über die Produktion von Autos unter Nutzung der freien Kapazitäten des Werks, heißt es in dem Bericht.

Ziel der Umstrukturierung ist es, die finanziellen Schwierigkeiten zu bewältigen, mit denen das Unternehmen konfrontiert ist, so die Zeitung.

Nissan wollte sich zu den laufenden Verhandlungen nicht äußern, räumte aber ein, dass das Unternehmen „Möglichkeiten mit Dritten prüfe, um die Nutzung des Werks zu maximieren“. Solche Maßnahmen seien notwendig „um die Zukunft von Nissan in Europa zu sichern, Arbeitsplätze langfristig zu erhalten und sicherzustellen, dass wir in Europa profitabel konkurrieren können“, erklärte das Unternehmen.

TASS/gnews.cz