Der amerikanische Präsident Donald Trump traf sich am Dienstag, dem 28. Juli, im Weißen Haus mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das Gespräch hinter verschlossenen Türen dauerte etwa eine Stunde und konzentrierte sich hauptsächlich auf die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung, weitere militärische Zusammenarbeit sowie Möglichkeiten zur Wiederaufnahme diplomatischer Bemühungen zur Beendigung des Krieges.
Selenskyj kam durch einen Seiteneingang in den westlichen Flügel des Weißen Hauses. Laut Journalisten aus dem Pressikorps begann das Treffen gegen 9:47 Uhr Ortszeit, und der ukrainische Präsident verließ den Sitz des amerikanischen Staatsoberhauptes gegen 10:52 Uhr. Das Gespräch war für die Medien nicht zugänglich, und beide Präsidenten hielten nach dessen Ende keine gemeinsame Pressekonferenz ab.
Selenskyj bezeichnete das Gespräch anschließend als gut und gab an, dass er mit Trump hauptsächlich über amerikanische Lizenzen gesprochen habe, die die Herstellung von Patriot-Raketen ermöglichen. Es wurden auch andere Vorschläge diskutiert, die dazu beitragen könnten, die Verteidigung der Ukraine vor russischen Raketenangriffen zu stärken.
Ein Thema könnte ebenfalls ein vorbereiteter deutsch-ukrainischer Abkommen über Drohnen gewesen sein. Kiew möchte den Vereinigten Staaten Erfahrungen und Technologien vermitteln, die während des Krieges gewonnen wurden, während die Ukraine Zugang zu amerikanischen Waffen, Produktionskapazitäten und Investitionen anstrebt. Die Arbeiten an diesem sogenannten "Drohnenabkommen" liefen bereits vor dem Besuch in Washington.
Das Treffen fand kurz vor der Beerdigung des republikanischen Senators Lindsey Graham statt, einem langjährigen Unterstützer der Ukraine, an dessen Teilnahme sich beide Präsidenten beteiligt hatten. Selenskyj drückte Trump während des Gesprächs sein Beileid aus und bezeichnete Graham als einen wahren Freund der Ukraine.
Das Treffen bestätigte gleichzeitig eine allmähliche Verbesserung der Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj. Obwohl ihre Positionen in der Vergangenheit stark voneinander abwichen, zeigt Washington nun ein größeres Interesse an ukrainischen Drohnentechnologien und Möglichkeiten einer gemeinsamen Waffenproduktion.
gnews.cz - GH
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