Vor Beginn der Hauptsaison verstärkt die Tschechische Republik die Unterstützung für Bürger in beliebten Urlaubszielen. Das Außenministerium wird die Konsularleistungen, insbesondere in Kroatien, Bulgarien und Griechenland, ausweiten, also in den Ländern, in die jedes Jahr eine große Anzahl tschechischer Touristen reist. Es wird auch ein Konsularteam für den schnellen Einsatz bereitstehen, das im Falle eines außergewöhnlichen Ereignisses direkt in das betroffene Gebiet reisen kann.

Laut Außenminister Petr Macinka von Motoristi soll es sich um eine praktische Maßnahme für Situationen handeln, in denen tschechische Bürger im Ausland in Schwierigkeiten geraten. Konsularische Hilfe ist beispielsweise erforderlich bei Verlust von Ausweisdokumenten, Verkehrsunfällen, Krankenhausaufenthalten, Todesfällen, Festnahme durch die örtliche Polizei oder bei Krisenfällen in touristischen Gebieten. Das Außenministerium weist seit langem darauf hin, dass die Konsularleistungen keine alltäglichen Reisekomplikationen für Touristen lösen können, aber bei schwerwiegenden Situationen, bei der Kommunikation mit lokalen Behörden, Krankenhäusern oder der Familie in Tschechien helfen können.

Die Bedeutung saisonaler Konsularverstärkungen wurde auch durch einen kürzlich eingetretenen tragischen Unfall in der Nähe von Split in Kroatien deutlich. Das Außenministerium gab bekannt, dass nach der Kollision einer Yacht mit einem Katamaran zwischen den Inseln Brač und Šolta die Botschaft in Zagreb und das Konsularbüro in Split Hilfe geleistet haben. Tschechische Diplomaten standen in Kontakt mit kroatischen Behörden, einem Krankenhaus, einer Versicherung und den Familien der Betroffenen. Gerade solche Fälle zeigen, warum der Staat im Sommer seine Präsenz in den am stärksten frequentierten Urlaubsregionen verstärkt.

Teil dieser Maßnahmen sind auch tschechische Polizisten in gemischten Patrouillen in Kroatien und Bulgarien. Diese Zusammenarbeit besteht seit vielen Jahren. Die Polizisten sind in der Regel in touristisch stark frequentierten Gebieten tätig, wo sie tschechischen Bürgern bei der Kommunikation mit der örtlichen Polizei helfen. Es handelt sich nicht um die eigenständige Ausübung der Befugnisse der tschechischen Polizei, sondern um eine Unterstützung, die beispielsweise bei Verkehrsunfällen, Diebstählen, Verlust von Ausweisdokumenten oder anderen außergewöhnlichen Situationen wichtig sein kann. Die tschechische Polizei hat bereits betont, dass tschechische Polizisten im Ausland ohne Waffen dienen und ihr Hauptwert in der Kenntnis der Sprache und des tschechischen Umfelds liegt.

Das Außenministerium empfiehlt Touristen, sich vor der Reise im System DROZD zu registrieren. Die freiwillige Registrierung ermöglicht es dem Staat, Bürger im Falle einer Krisensituation schneller zu kontaktieren, beispielsweise bei Bränden, Überschwemmungen, Sicherheitsvorfällen oder Verkehrsbeschränkungen. Das Außenministerium erinnert auch daran, dass Menschen vor der Reise die Gültigkeit ihrer Dokumente überprüfen, eine gute Reiseversicherung abschließen und die Kontaktdaten der tschechischen Vertretung sowie die Notrufnummer notieren sollten.

Die Sommermaßnahmen sind also nicht nur ein formaler Schritt vor den Feiertagen. Kroatien, Bulgarien und Griechenland gehören zu den Ländern, in denen sich jedes Jahr eine hohe Anzahl tschechischer Touristen aufhält, und damit steigt auch die Anzahl der Situationen, in denen eine schnelle staatliche Hilfe entscheidend sein kann. Die verstärkten Konsularleistungen, das schnelle Einsatzteam und die gemischten Polizeipatrouillen sollen sicherstellen, dass tschechische Bürger im Ausland in kritischen Momenten nicht ohne Unterstützung dastehen.

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